London

Angriff auf schwangere Jüdin: Schläge in den Bauch

Im Stadtteil Stamford Hill leben viele orthodoxe Juden. Foto: imago/i Images

Der Angriff auf eine 20-jährige orthodoxe Jüdin in London am helllichten Tag entsetzt Großbritannien. Das Board of Deputies of British Jews, der Dachverband der Gemeinschaft, erklärte, man sei »äußerst bestürzt über den abscheulichen Angriff auf eine schwangere jüdische Frau in Stamford Hill.«

FESTNAHME Auf einem vom Sicherheitsdienst Shomrim veröffentlichten Video ist der Vorfall zu sehen. Die Aufnahmen zeigen, wie ein korpulenter Mann im mittleren Alter, bekleidet mit einer dunklen Kapuzenjacke, einer dunklen Hose und weißen Turnschuhen und einem Einkaufstrolley in der Hand, sich der jungen Frau von hinten nähert, ihr einen schwarzen Kissenüberzug über den Kopf stülpt und mehrmals im Bauchbereich auf sie einschlägt. Anschließend greift der Mann seinen Trolley und rennt weg.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag gegen 18.30 Uhr in der Manor Road in dem überwiegend von orthodoxen Juden bewohnten Stadtteil Stamford Hill nördlich der Londoner City.

Die Polizei verhaftete am Montag einen Mann Ende 50, der der Tat verdächtig ist. Die Ermittlungen seien aber noch im Gang, und auch das Motiv sei noch unklar, so die Metropolitan Police. Man glaube nicht, dass der Vorfall mit anderen Straftaten in Zusammenhang stehe.

Das Opfer wurde mit leichten Verletzungen und einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Die Frau ist im siebten Monat schwanger. Rabbiner Herschel Gluck, Präsident des Sicherheitsdienstes Shomrim, beschrieb den Angriff als »gewalttätig und brutal«. Das Opfer sei »schwer traumatisiert«. Bereits in den vergangenen Monaten soll es laut Shomrin zu mehreren solcher Vorfälle in London gekommen sein. mth

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  19.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

USA

Die berühmteste Nähmaschine der Welt

Vor 175 Jahren ließ Isaac M. Singer seine »Sewing Machine« patentieren – und löste damit in der Textilindustrie und in Privathaushalten eine Revolution aus

von Sarah Thalia Pines  17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Los Angeles

Rekord-Deal in der NBA: Iger und Kushner kaufen die LA Lakers

Die beiden jüdischen Geschäftsmänner Bob Iger und Joshua Kushner übernehmen das Basketball-Team für 12,5 Milliarden US-Dollar

 16.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026