Großbritannien

»Roo the Jew«: Wayne Rooney enthüllt jüdische Wurzeln

Der frühere englische Fußball-Nationalspieler Wayne Rooney hat jüdische Vorfahren. Das enthüllte der 40-Jährige in der zehnteiligen Dokumentation »The Real Rooneys«, die auf Disney+ ausgestrahlt wird.

»Ich habe kürzlich rausgefunden, dass die Familie der Mutter meiner Mama, also meiner Oma, polnische Juden waren«, sagte Rooney. Ein Produzent wies ihn darauf hin, dass er damit »technisch gesehen, wenn das stimmt, eigentlich jüdisch« sei. Rooney antwortete: »Ich bin katholisch. Aber ich habe mir schon immer Fragen gestellt wie: Warum sind wir nicht jüdisch?«

Die Erkenntnis kam Rooney eigenen Angaben zufolge bei einer gemeinsamen Reise mit seiner Frau Coleen und den beiden jüngeren Söhnen Kit (10) und Cass (8) nach Polen. Coleen sagte in der Doku, dass der Besuch eine Idee der Familie gewesen und nicht eigens von den Produzenten der Serie arrangiert worden sei. Vor allem Kit habe »unbedingt dorthin« gewollt, nachdem er in der Schule etwas über den Zweiten Weltkrieg erfahren habe.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

In Polen besuchten die Rooneys auch das ehemalige NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Für Wayne Rooney war es nicht der erste Besuch dort. 2012 war er anlässlich der Fußball-EM in Polen und der Ukraine gemeinsam mit weiteren englischen Nationalspielern und Schoa-Überlebenden dort gewesen. Es sei ihm daher extrem wichtig, »etwas über Geschichte zu lernen, über das Gute und über das Schlechte«, sagte Rooney in der Doku. »Manchmal möchte man seinen Kindern nur die schönen Dinge erzählen, aber ich glaube nicht, dass das gut für sie ist.«

Auf die Frage, ob er seine neu entdeckten jüdischen Wurzeln genauer erforschen wolle und ob die Geschichte sogar zum Thema einer eigenen Serie werden könnte, scherzte der einstige Manchester-United-Star: »Roo the Jew?« mth

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026