Eine Minute nach Mitternacht am 1. Januar 2026 hat Zohran Mamdani sein Amt als New Yorker Bürgermeister angetreten. Die Wahl des unter anderem für »propalästinensischen« Aktivismus bekannten 34-Jährigen sorgt weiterhin für Unruhe in der jüdischen Gemeinschaft New Yorks, die nun dadurch verstärkt wurde, dass Mamdani nun einen Juristen, der auch Anti-Israel-Aktivisten vertritt, zu seinem Chefberater ernannt hat.
Ramzi Kassem, ein in Syrien geborener Absolvent der Columbia University, war Mitbegründer der gemeinnützigen Rechtsberatungsstelle CLEAR, die laut ihrer Website Menschen im Raum New York City, die »unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit und Terrorismusbekämpfung von der Regierung ins Visier genommen werden«, »kostenlose Rechtsvertretung und Unterstützung« anbietet.
Kassem war unter anderem im Rechtsteam des palästinensischen Protestführers der Columbia University, Mahmoud Khalil, nachdem dieser der von den US-Behörden festgenommen worden war.
Kassem war vormals politischer Berater für Einwanderung in der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden.
Bernie Sanders nimmt Amtseid ab
Der linksliberale Demokrat Mamdani legte seinen Amtseid im kleinen Kreis kurz nach Mitternacht (Ortszeit) ab. Sein neues Amt sei eine Ehre und ein Privileg, wie es sie nur einmal im Leben gebe, sagte Mamdani. Bei der Zeremonie dabei war auch Mamdanis Frau Rama Duwaji.
Für Donnerstag ist eine öffentliche Feier mit Zehntausenden Gästen geplant. Den Amtseid soll dabei der linke US-Senator Bernie Sanders abnehmen. Zum Auftakt soll unter anderem die linke New Yorker Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez sprechen, die zu Mamdanis Peer-group gehört.
Der ehemalige Berater der Obama-Regierung, Patrick Gaspard, ist ebenfalls ein Berater Mamdanis. Gegenüber dem »New Yorker« beschrieb er den jungen Politstar kürzlich als Prototypen einer neuen Generation amerikanischer Politiker, die in der palästinensischen Bürgerrechtsbewegung geschmiedet wurden. »Er ist der Erste, der an der Küste angekommen ist, aber am Horizont sieht man schon weitere Schiffe kommen.«. ja