Jerusalem

Yad Vashem geschändet

Hebräische Hassparolen: Geschändetes Mahnmal auf dem Warschauer-Ghetto-Platz in Yad Vashem Foto: Flash 90

Unbekannte haben die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geschändet. Mitarbeiter entdeckten am Montagmorgen zehn Graffiti.

Im Eingangsbereich sowie am Mahnmal auf dem Warschauer-Ghetto-Platz waren Hassparolen in hebräischer Sprache zu lesen, darunter »Hitler, Danke für den Holocaust«, »Die Zionisten wollten den Holocaust« oder »Juden erwacht – das zionistische Regime ist gefährlich«. Eine Unterschrift lautete: »Das haredische Welt-Judentum«.

Reaktionen Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem, erklärte, er sei schockiert und fassungslos angesichts dieses brennenden Hasses gegen Zionisten und den Zionismus: »Dies ist eine beunruhigende Handlung, die eine rote Linie überquert.« Nach Angaben von Polizeisprecher Mickey Rosenfeld ermitteln die Behörden in verschiedene Richtungen. Möglicherweise seien ultraorthodoxe jüdische Extremisten für die Schmierereien verantwortlich.

Der Minister für innere Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, sprach von einem kriminellen Akt gegen eines der bedeutendsten Symbole des Staates. ja

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