Nahost

Wieder Raketen aus Gaza

Erneut wurde eine Rakete aus Gaza aus Israel abgefeuert. Im Bild: ein Raketenangriff von 2019 Foto: Flash 90

Den zweiten Tag in Folge haben palästinensische Extremisten aus dem Gazastreifen Raketen auf den Süden Israels gefeuert. Am Montag flog ein Geschoss, am Dienstagabend zwei. Nach Angaben der Sicherheitskräfte gab es keine Verletzten in den israelischen Gemeinden.

Eine der Raketen vom Dienstag landete in offenem Gebiet, die andere, die über der Schaar Ha’Negev-Region flog, wurde vom Abwehrsystem »Eiserne Kuppel« abgefangen. Es waren die ersten Raketen seit dem Waffenstillstand nach der vergangenen Eskalation Mitte November.

»schwarzer gurt« Innerhalb von 48 Stunden waren vor zwei Wochen mehr als 450 Raketen auf Israel geflogen, nachdem die IDF in der gezielten Aktion »Schwarzer Gurt« den hohen Funktionär des Islamischen Dschihad, Baha Abu al-Ata, getötet hatte. Die Hamas hatte sich weitgehend aus dieser militärischen Auseinandersetzung herausgehalten.

Jetzt flog die IDF nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch Vergeltungsangriffe auf Stellungen der Terrororganisationen in der Enklave, darunter auch auf unterirdische und eine Waffenproduktionsanlage. Gegen Mitternacht schrillten auch die Sirenen in der Großstadt Aschkelon, doch die Armee identifizierte kein Geschoss.

Premierminister Benjamin Netanjahu sagte in Bezug auf den jüngsten Angriff aus dem von der Hamas regierten Gebiet: »Wenn jemand im Gazastreifen denkt, dass er nach der Mission ›Schwarzer Gurt‹ auch nur eine Hand in die Höhe halten kann, irrt er gewaltig. Wir werden auf jede Attacke heftig antworten und weiterhin alle Fronten Israels sichern.«

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Kommentar

Was hat der Konflikt mit dem Iran Israel gebracht?

Eine ernüchternde Bilanz von Roman Haller

 22.04.2026

Meinung

Die Isaac Accords – Kooperation statt Symbolik

Im Gegensatz zu den Abraham Accords geht es bei dem Vertrag zwischen Argentinien und Israel nicht um eine Normalisierung der Beziehungen, sondern um eine Vertiefung. Gerade darin liegt seine politische Logik

von Carsten Ovens  22.04.2026

Berlin

Israelischer Starkoch auf den Spuren seiner deutschen Großmutter

Schnitzel - das klingt erst einmal sehr deutsch. Dieses Schnitzel allerdings kommt anders daher. Ein Besuch im Berliner Restaurant »Berta«, das ein israelischer Starkoch nach seiner deutschen Großmutter benannt hat

von Nina Schmedding  22.04.2026

Jerusalem

Klima-Forscher: Teile Israels könnten unbewohnbar werden

Israelische Klimaforscher sagen, der südliche Arava-Raum, Eilat sowie das Jordantal seien besonders gefährdet

 22.04.2026

Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Radikale Siedler haben Berichten zufolge in einem Dorf palästinensischen Besitz in Brand gesteckt. Mehrere Menschen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden

 22.04.2026

Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Eine Reservistin sagt dem Sender KAN, Häftlinge hätte vor ihr masturbiert und ihr erniedrigende Blicke zugeworfen. Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar

 22.04.2026

Tel Aviv

Mutter von Hersh Goldberg-Polin veröffentlicht Buch über Kampf für ihren Sohn

Sie habe vor allem die Wahrheit erzählen wollen, sagt Rachel Goldberg-Polin – und diese sei »sehr hässlich«

 22.04.2026

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026