Angesichts des anhaltenden Krieges hat Israel kurz vor dem Pessach-Fest weitreichende Einschränkungen für die Öffentlichkeit verhängt. Wälder, Parks, Wanderwege und Strände bleiben israelischen Medienberichten zufolge bis auf Weiteres geschlossen. Grundlage sind neue Vorgaben des Heimatschutzkommandos, die größere Menschenansammlungen in ungeschützten Bereichen verhindern sollen.
Die Maßnahmen treffen eine besonders reisestarke Zeit: Während der Feiertage zieht es normalerweise Millionen Israelis in die Natur oder an die Küste. In diesem Jahr jedoch fällt der Start der Badesaison aus.
Der Jüdische Nationalfonds (JNF) bestätigte, dass sämtliche von ihm verwalteten Gebiete ab sofort nicht mehr zugänglich sind – unabhängig davon, ob es sich um Wanderer, Radfahrer oder organisierte Gruppen handelt. Die Entscheidung sei nach einer aktuellen Sicherheitsbewertung gefallen.
Badesaison verschoben
»In diesen Tagen hat die Sicherheit der israelischen Bürger oberste Priorität«, erklärte JNF-Chef Eyal Ostrinsky laut »Ynet«. »Die Entscheidung, die Wälder und Parks im ganzen Land am Vorabend von Pessach zu schließen, ist komplex, aber notwendig, um Menschenleben zu schützen.« Auch aus operativer Sicht seien strenge Maßnahmen unumgänglich, sagte ein weiterer Vertreter der Organisation.
Parallel dazu kündigte das Innenministerium an, dass auch die Strände geschlossen bleiben. Der offizielle Beginn der Badesaison wird damit auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gehe darum, Menschenleben zu schützen, hieß es. Dabei waren die Vorbereitungen nach Angaben der Behörden bereits vollständig abgeschlossen, einschließlich der Einrichtung von rund 160 Rettungsschwimmer-Stationen sowie umfassender Sicherheits- und Betriebsmaßnahmen.
Bereits zu Beginn der aktuellen Kampfhandlungen Ende Februar waren zahlreiche Natur- und Freizeitangebote eingestellt worden. Auch die israelische Natur- und Parkbehörde hatte bereits damals sämtliche Anlagen sowie Campingplätze geschlossen und geplante Aktivitäten gestrichen. im