Spannungen in Nahost

USA raten Teil des Jerusalemer Botschaftspersonals und Angehörigen, Israel zu verlassen

Jerusalem Foto: copyright (c) Flash90 2026

Die amerikanische Regierung hat US-Bürgern, die in der Jerusalemer Botschaft im Bereich nicht essenzieller Dienstleitungen arbeiten, sowie deren Familienangehörigen empfohlen, Israel angesichts steigender Sicherheitsrisiken zu verlassen. Die Botschaft erklärte, das Washingtoner Außenministerium habe eine Ausreise dieser Personengruppen offiziell genehmigt.

Die »New York Times« berichtete von einer E-Mail von Botschafter Mike Huckabee an Mitarbeiter, in der es hieß: »Wenn Sie Israel verlassen wollen, dann tun Sie dies heute.« Denn der Aufruf der Botschaft werde zu einer erhöhten Nachfrage bei Flugtickets führen. »Besorgen Sie sich einen Platz irgendwo hin. Von dort aus können Sie dann nach Washington weiterfliegen. Die oberste Priorität sollte es sein, das Land zügig zu verlassen«, schrieb Huckabee.

Für Panik bestehe keine Veranlassung, so der Botschafter. »Aber für diejenigen, die ausreisen wollen, ist es wichtig, dies eher früher als später zu tun.«

Weitere Maßnahmen

Die Botschaft warnte gleichzeitig alle Amerikaner in Israel. Es könne jederzeit zu weiteren Maßnahmen kommen, hieß es. »Als Reaktion auf Sicherheitsvorfälle und ohne vorherige Ankündigung kann die Botschaft weiteren US-Mitarbeitern und ihren Familienmitgliedern untersagen, in bestimmte Gebiete Israels, die Altstadt von Jerusalem und das Westjordanland zu reisen.« US-Bürger sollten in Erwägung ziehen, Israel zu verlassen, solange kommerzielle Flüge verfügbar seien.

Die Formulierung deutet auf eine Neubewertung der Gefahrenlage hin. Ein Militärschlag gegen den Iran ist mit der heute erwarteten Ankunft des Flugzeugträgers USS Gerald Ford und dem gestern ausgebliebenen Durchbruch der Gespräche zwischen den USA und dem Iran wieder wahrscheinlicher geworden.

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Die Reisehinweise der US-Regierung betonen zusätzlich eine generell angespannte Sicherheitslage in Israel, das Westjordanland und Gaza. Terroristische Gruppen, Einzelattentäter und andere gewalttätige Extremisten könnten jederzeit Angriffe durchführen, wobei potenzielle Ziele unter anderem touristische Einrichtungen, Verkehrsknotenpunkte, Einkaufszentren und Regierungsgebäude seien.

Alarm-App empfohlen

Neben Gaza sind laut Botschaft Aufenthalte in Nordisrael – in unmittelbarer Nähe zur libanesischen und syrischen Grenze – aufgrund der dortigen militärischen Präsenz gefährlich. Auch das Westjordanland gilt als unsicher, weshalb US-Mitarbeiter für Reisen dorthin Sondergenehmigungen benötigen und nur bestimmte Routen zu bestimmten Tageszeiten nutzen dürfen.

Auch hieß es, eine erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, insbesondere bei Menschenansammlungen, das Befolgen von Anweisungen der Sicherheitskräfte, Kenntnis über die nächstgelegenen Schutzräume und die Nutzung von Alarm-Apps wie »Red Alert« seien empfehlenswert. Amerikanern vor Ort wurde nahegelegt, umfassende Reise- und Krankenversicherungen abzuschließen, inklusive medizinischer Evakuierung, sowie Notfallpläne für Kinder, Haustiere und Eigentum vorzubereiten.

Auch sollen Staatsbürger der Vereinigten Staaten die Website der Botschaft sowie die offiziellen Reisehinweise regelmäßig prüfen. im

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