Washington

US-Vize Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Vizepräsident JD Vance hat mit deutlichen Worten Kritik aus der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurückgewiesen. »Donald J. Trump ist derzeit das einzige Staatsoberhaupt der Welt, das Israel wohlgesinnt ist«, sagte er auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. »Wäre ich im israelischen Kabinett, würde ich wohl kaum den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich weltweit noch habe.«

Trumps Vize zufolge wurden in den vergangenen drei Monaten zwei Drittel der Verteidigungswaffen, die Israel vor Angriffen der proiranischen Hisbollah-Terrormiliz geschützt haben, von Amerikanern gebaut und mit amerikanischen Steuergeldern bezahlt. Kritiker in Israel, die glaubten, dass US-Präsident Trump »das größte Problem« sei, sollten die Realität der Lage im eigenen Land erkennen, sagte Vance weiter.

Der Vizepräsident betonte zugleich, Netanjahu selbst habe sich nach seiner Kenntnis nicht öffentlich gegen die US-Vereinbarung mit Teheran gestellt. Kritik sei vielmehr von einzelnen Mitgliedern seines Kabinetts gekommen. Ein Medienbericht, wonach der israelische Regierungschef »wütend« sei, decke sich nicht mit seinen Gesprächen mit Netanjahu, sagte der Vizepräsident. Zugleich räumte er ein, dieser könne sich anderen Gesprächspartnern gegenüber anders äußern.

Das zwischen den USA und dem Iran geschlossene Rahmenabkommen thematisiert auch die Lage im Libanon, wo Israel gegen die Hisbollah kämpft, weil diese den jüdischen Staat systematisch attackiert.

Israel und die Hisbollah sind keine direkten Vertragsparteien des Abkommens. Der Iran besteht allerdings darauf, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen müsse.

Das Rahmenabkommen bekräftigt lediglich die Verpflichtung zur Gewährleistung der »territorialen Integrität« des Libanon. Netanjahu hatte nach der Unterzeichnung angekündigt, israelische Truppen sollten im Südlibanon verbleiben und dort eine Sicherheitszone aufrechterhalten. dpa

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