Ballett

Über die Grenzen tanzen

Kaum hat in der Stadt des Frühlings der Sommermonat Juli begonnen, dreht sich auf den Bühnen der Mittelmeermetropole alles um tänzerische Bewegungen. Das »World Dance Festival 2011« in Tel Aviv wird am 11. Juli mit einer außergewöhnlichen Contemporary Dance Performance der weltweit bekannten Drew Jacoby und Rubinald Pronk im Wohl Amphitheater eröffnet.

Das internationale Tanzfest haben der Kunstdirektor des Suzanne Dellal Centers, Yair Vardi und die Leiterin der Israelischen Oper, Chana Munitz, ins Leben gerufen. Mit dem Festival wollten sie ihre Stadt ein Mal jährlich in Schwung bringen, indem sie Protagonisten des klassischen und des zeitgenössischen Tanzes zu einer fast dreiwöchigen Präsentation ihrer Künste im Tel Aviver HaYarkon-Park auffordern.

Topevent Die Veranstaltung hat sich aus dem Dance Europa Festival heraus entwickelt, auf dessen Bühne damals aber nur europäische Talente auftreten durften. Erst 2006 hob sich der Vorhang auch für asiatische und amerikanische Profikünstler und bescherte dem Tanzereignis seinen Namen World Dance Festival, das heute zu den Topevents des Tel Aviver Veranstaltungskalenders gehört.

Eines der diesjährigen Highlights ist die israelische Inszenierung des Don-QuixoteBalletts. Für Klassikfans empfiehlt sich George Balanchines Konzertversion von »Who Cares?«, präsentiert von den New York City Dancers. Oder zum Beispiel die israelisch-spanische Casablanca-Nummer, bei der Flamenco und Elemente argentinischen Tangos von Michal Natan und Migel Angel Espana in einer Multiplayer-Performance aneinandergefügt werden sollen.

Von den Künstlern wird auch diesmal erwartet, dass sie wieder tänzerische Grenzen überschreiten, um den israelischen Besuchern und ihren Gästen die Vielseitigkeit der Tanzkultur präsentieren, bevor sie dann, am 28. Juli, mit einer gewaltigen Abschlusschoreografie aus dem Repertoire des Pariser Opernballetts von der Bühne schreiten dürfen.

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Korruption

Bestechungsring in der Vorstadt

Umschläge voller Bargeld, Luxusuhren und teure Autos: Der Bürgermeister von Kfar Saba und seine Frau sollen Geschäftsleuten gegen Zahlungen lukrative Aufträge verschafft haben. 17 Verdächtige wurden festgenommen

von Sabine Brandes  12.10.2026