Iran

Twitter-Aus für Chamenei?

Irans oberster Ajatollah Ali Chamenei Foto: imago images/ZUMA Wire

Israel hat den Kurznachrichtendienst Twitter aufgefordert, den Account des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei sofort zu löschen. Die israelische Ministerin für strategische Angelegenheiten, Orit Farkash-Hacohen, schrieb in einem Brief an Twitter-CEO Jack Dorsey, wegen »antisemitischer und genozidaler Posts« verlange Israel die Stilllegung des Twitter-Profils von Chamenei.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wie die »Times of Israel« berichtete, hieß es in dem Brief, Chamenei habe die »Eliminierung« des »zionistischen Gebildes« gefordert und das »zionistische Regime« – gemeint ist der Staat Israel – als »tödliches Krebsgeschwür« bezeichnet. Außerdem habe der iranische Revolutionsführer den Staat Israel mit dem Coronavirus verglichen.

»ENDLÖSUNG« In der vergangenen Woche hatte Chamenei ein Poster geteilt, das feiernde Menschen unter einer palästinensischen Flagge auf dem Jerusalemer Tempelberg zeigt. Darüber stand: »Palästina wird frei sein. Die Endlösung: Widerstand bis zu einem Referendum«. Anlass war der jährliche anti-israelische Al-Quds-Tag des Iran. Am Sonntag hatte Chamenei erneut auf Twitter dazu aufgerufen, Israel zu zerstören.

Israels Ministerin für strategische Angelegenheiten Farkash-Hacohen betonte, die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes Twitter untersagten Propagierung von Antisemitismus, Unterstützung von Terrorgruppen und Aufrufe zum Völkermord. Der Iran unterstützt Terrorgruppen wie Hamas und Hisbollah in ihrem Kampf gegen Israel.

Laut »Times of Israel« gab es keine sofortige Reaktion von Twitter auf den Brief der israelischen Ministerin. Am Dienstagvormittag war der Account von Ajatollah Ali Chamenei immer noch aktiv. ag

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026

Jerusalem

Huckabee verurteilt Angriffe auf palästinensisch-amerikanische Familie im Westjordanland

»Die Handlungen derjenigen, die dies dem Haus dieser Familie antun, sind kriminell«, erklärt der US-Botschafter

 13.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026