Judenhass

Iran veröffentlicht Bild zur »Endlösung«

Die Zeichnung unter dem Motto »Palästina wird frei sein« zeigt den Jerusalemer Tempelberg. Foto: Ajatollah Ali Chamenei

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat mit einem Bild zur »Endlösung« in Jerusalem scharfe Kritik auf sich gezogen. Die Zeichnung unter dem Motto »Palästina wird frei sein« zeigt den Jerusalemer Tempelberg.

Darüber steht zudem: »Die Endlösung: Widerstand bis zu einem Referendum«. Anlass ist der antisemitische Al-Quds-Tag am Freitag, an dem im Iran traditionell zur »Befreiung« Palästinas und zur Auslöschung des jüdischen Staates aufgerufen wird.

Auf dem Bild auf Chameneis Webseite sind feiernde Soldaten mit Palästinenserflaggen sowie Menschen mit Fahnen der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Hisbollah vor der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem zu sehen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte die Veröffentlichung scharf. »Chameneis Drohungen, die «Endlösung» gegen Israel umzusetzen, erinnern an die «Endlösung» der Nazis zur Vernichtung des jüdischen Volkes«, schrieb Netanjahu im sozialen Netzwerk Twitter.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch US-Außeninister Mike Pompeo verurteilte »Chameneis widerliche und hasserfüllte antisemitische Bemerkungen«. Pompeo twitterte, der Iran sei weltweit führend in der Unterstützung von Terrorismus und Antisemitismus. Chamenei leugne den Holocaust, schicke »Geld und Waffen an anti-israelische Terroristen und hat sich nun auf den Nazi-Aufruf zur Endlösung berufen«, schrieb Pompeo.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Chamenei schrieb auf Twitter: »Wir werden jede Nation oder Gruppe, die gegen das zionistische Regime ist und es bekämpft, unterstützen.«
Die »Auslöschung des zionistischen Regimes« bedeute nicht die der Juden, schrieb er. Es bedeute vielmehr, ein »aufgedrängtes Regime« wie das Netanjahus abzuschaffen. »Muslimischen, christlichen und jüdischen Palästinensern sollte erlaubt werden, ihre eigene Regierung zu wählen. Dies ist mit der Auslöschung Israels gemeint und dies wird auch Realität.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bei der Wannsee-Konferenz in Berlin hatten 1942 fünfzehn ranghohe Vertreter des NS-Staats darüber beraten, wie die sogenannte Endlösung der Judenfrage - die millionenfache Ermordung der europäischen Juden - möglichst effektiv umgesetzt werden kann. dpa/ja

Diplomatie

Kolumbien erkennt Israels Souveränität über den Golan an

Die neue Regierung in Bogotá will auch die kolumbianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Unterdessen hat Israel Soforthilfe für die Opfer des schweren Erdbebens in Kolumbien zugesagt

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  10.08.2026

Triest

Israelischer Physiker Haim Sompolinsky erhält renommierte Dirac-Medaille

Der in Dänemark geborene Wissenschaftler ist 76 Jahre alt und emeritierter Professor am Edmond and Lily Safra Center und der Hebräischen Universität Jerusalem

 10.08.2026

Umfrage

Weder Netanjahu-Lager noch Opposition erreicht Mehrheit

Eine neue Erhebung zeigt: Der Likud bleibt stärkste Kraft. Was würde das für eine Regierungsbildung bedeuten?

 10.08.2026

Nahost

Board of Peace: Gaza-Plan einzige Garantie für Verhinderung weiterer Hamas-Massaker

Der Sondergesandte Nikolai Mladenov sagt, entscheidend sei dabei nicht Vertrauen in die Hamas, sondern eine lückenlose Überprüfung konkreter Schritte zur Entwaffnung der Terrororganisation

 10.08.2026

Nahost

Israel erlaubt offenbar Wiederaufbau in von ihm kontrollierten Teilen des Gazastreifens

Nach einem Bericht des Radiosenders der Armee sollen Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz die Arbeiten bereits vor rund zwei Wochen gebilligt haben

 10.08.2026

Flüge

US-Airline nimmt Route Tel-Aviv-New York wieder auf

Pünktlich zu Rosch Haschana gibt es wieder Direktflüge zwischen New York und Tel Aviv von anderen Anbietern als El Al

 09.08.2026

Jerusalem

Likud attackiert Wahlgremium

Der Likud protestiert gegen neue Mitglieder im unabhängigen Wahlgremium. Experten sehen darin einen möglichen Auftakt dazu, die Wahlergebnisse im Oktober nicht anzuerkennen

 09.08.2026