Zwei Tage nach einem iranischen Raketenangriff in Zentralisrael ist das Opfer Amid Mortozov beigesetzt worden. Der 40-Jährige wurde am Mittwoch auf einem Friedhof in Petach Tikva zu Grabe getragen, nachdem er an den Folgen seiner Verletzungen gestorben war. Israelische Publikationen wie »The Times of Israel« und »Israel Hayom« berichteten.
Mortozov war am Montag auf einer Baustelle in Yehud schwer verwundet worden. Dort schlug nach Angaben von Rettungskräften eine Submunition ein, die aus einer von Iran abgefeuerten ballistischen Rakete stammte. Bei dem Einschlag kam auch der 61-jährige Rustam Gulomov ums Leben.
Mortozov wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch einen Tag später seinen Verletzungen. Beide Männer befanden sich laut Ersthelfern zum Zeitpunkt des Einschlags nicht in einem Schutzraum.
Einwanderung aus Aserbaidschan
Der Bauarbeiter lebte mit seiner Familie in Petach Tikva. Medienberichten zufolge hinterlässt er seine Frau sowie drei Kinder im Alter von 15, 12 und vier Jahren. Die Familie war 2007 aus Aserbaidschan nach Israel eingewandert.
Bei der Beerdigung wandte sich Mortozovs Sohn Jubran mit bewegenden Worten an seinen Vater. »Papa, ich weiß, dass du jetzt vom Himmel auf uns herabschaust«, sagte er. »Ich möchte dir sagen, dass ich dich so sehr vermisse. Du hast mir alles gegeben, Hoffnung und Glauben. Du hast dich immer um mich gekümmert, du warst immer bei mir. Ich verspreche, dich nicht zu enttäuschen.«
Zugleich versprach der Junge: »Von jetzt an werde ich tun, was ich tun muss. Ich werde auf Mama sowie auf meine Schwester und meinen Bruder aufpassen.«
Opfer Nummer elf und zwölf
Gleichzeitig zeigte sich die Familie weiterhin ratlos über die Umstände des Angriffs. Es sei unklar, warum die Bauarbeiten keinen Schutzraum aufgesucht hätten, erklärten Mitglieder.
Mortozov und Gulomov sind nach israelischen Angaben die Opfer Nummer elf und zwölf der iranischen Raketenangriffe seit Beginn des Krieges im vergangenen Monat. Am ersten Tag der Kämpfe war bei einem Einschlag in Tel Aviv die philippinische Pflegekraft Mary Anne Velasquez de Vera getötet worden.
Ein weiterer Angriff in Beit Schemesch forderte neun zivile Todesopfer, darunter mehrere Kinder. Auch zwei Soldaten der israelischen Armee kamen ums Leben, als sie im Süden des Libanon gegen die Hisbollah kämpften. im