Westjordanland

Schwangere stirbt nach Terroranschlag

Israelische Sicherheitskräfte im Westjordanland Foto: copyright (c) Flash90 2025

Bei einem mutmaßlich palästinensischen Anschlag im nördlichen Westjordanland ein Mensch verletzt und eine schwangere Frau getötet. Die Frau war auf dem Weg ins Krankenhaus, um ihr Baby zur Welt zu bringen. Ärzte erklärten, sie sei am Morgen ihren Verletzungen erlegen. Das Baby, das per Kaiserschnitt zur Welt kam, befindet sich in einem kritischen Zustand.

Die israelische Armee teilte mit, ein Terrorist habe in der Nähe der Siedlung Bruchin das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug eröffnet. Soldaten hätten die Verfolgung des Tatverdächtigen aufgenommen.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 ist die Lage auch im Westjordanland extrem angespannt. Israel ging in Dschenin und andernorts gegen den Terror vor. Selbst die Palästinensische Autonomiebehörde kämpfte gegen die Hamas an.

Lesen Sie auch

Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, nachdem der junge jüdische Staat zum wiederholten Mal von dreien seiner Nachbarn angegriffen worden war. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler.

Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Als Ihnen jedoch in den Jahren 2000 und 2008 weit über 90 Prozent des Westjordanlandes zusammen mit Gaza und einem autonomen Ost-Jerusalem angeboten wurden, lehnten sie ab. ja/dpa

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026

Jerusalem

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Am 27. Juni 1976 entführten Terroristen eine Air-France-Maschine nach Uganda. Fünf Jahrzehnte später stellt das israelische Staatsarchiv die Regierungsdokumente zur militärischen Befreiung bereit

von Hans Dahne  26.06.2026

Washington D.C.

Gespräche zwischen Israel und Libanon verlängert

Die USA drängen die beiden Staaten darauf, die Verhandlungen nicht ohne Ergebnis zu beenden. Deshalb sollen die Delegationen heute erneut zusammenkommen.

 26.06.2026

Medien

»Alle Juden haben genug von dir!« Trump soll Netanjahu angeschrien haben

Auslöser für den Streit war einem neuen Buch zufolge ein israelischer Angriff auf Hamas-Führungsmitglieder in Doha

 26.06.2026

Jerusalem

Sa’ar will Anerkennung des Armenier-Genozids

Der israelische Außenminister will eine entsprechende Resolution zunächst im Kabinett einbringen. Anschließend soll sie der Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden

 26.06.2026

Jerusalem

Isaac Herzogs Hubschrauber muss notlanden

Die Hintergründe

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026