Brüssel

Sa’ar: Israel plant keine langfristige Kontrolle über Gaza

Außenminister Gideon Sa’ar Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Israels Außenminister Gideon Sa’ar hat am Montag bei einem Besuch in Brüssel klargestellt, dass Israel keine Absicht hege, den Gazastreifen dauerhaft zu kontrollieren. Im Gespräch mit Journalisten betonte er, das Hauptanliegen seines Landes sei ausschließlich sicherheitsbezogen.

»Es gibt keine langfristigen Pläne für eine Kontrolle Gazas«, sagte Sa’ar am Rande eines Treffens mit Vertretern der Europäischen Union gegenüber dem Sender »Euronews«. Damit widersprach er indirekt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der im Mai angekündigt hatte, Israel werde nach dem Krieg die vollständige Kontrolle über das Gebiet übernehmen.

Damals hatte Netanjahu positiv auf einen Plan des früheren US-Präsidenten Donald Trump reagiert, der unter anderem eine freiwillige Umsiedlung der Bevölkerung Gazas in Drittstaaten vorsah.

Vorwürfe »absurd«

Sa’ar betonte jedoch auch, dass eine künftige Rolle der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen ausgeschlossen sei. »Wenn Hamas bereit wäre, die Waffen niederzulegen und den Gazastreifen zu entmilitarisieren, könnte es einen politischen Ausweg geben«, sagte er.

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Gleichzeitig wies er gegenüber dem TV-Sender internationale Kritik an der israelischen Militärstrategie scharf zurück. Die Vorwürfe westlicher Staaten, das militärische Vorgehen sei unverhältnismäßig, bezeichnete er als »absurd«. Als Vergleich nannte er das militärische Vorgehen der internationalen Koalition gegen den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak, das damals ebenfalls mit massiven Zerstörungen einherging.

Mit Blick auf den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 erklärte Sa’ar, Israel könne nicht akzeptieren, dass sich »ein Terrorstaat« in unmittelbarer Nähe seiner Städte etabliere. »Solche Gebilde dürfen nicht weiter bestehen.«

Unwahrheiten aus Gaza

Bei den Massakern der palästinensischen Terroristen am 7. Oktober waren 1200 Menschen ermordet und 250 verschleppt worden. Selbst Babys wurden bestialisch umgebracht. Es kam zu vielen Vergewaltigungen. 648 Tage später hat die Hamas weiterhin 50 Geiseln in ihrer Gewalt, von denen nur noch 20 am Leben sein sollen.

Laut der von den Terroristen kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza sind seither im Krieg 58.000 Palästinenser umgekommen. Es gibt jedoch massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Angaben. Die Behörde verbreitet immer wieder Unwahrheiten, wie etwa israelische Angriffe auf Krankenhäuser, die nie passiert sind. Sie manipulierte die Zahlen in der Opfer-Statistik, bis diese sich selbst widerlegten. Außerdem unterscheiden die Opferangaben nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten. ja

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