Rückkehr
Trotz Antisemitismus und Israel-Hass kehren immer weniger im Ausland lebende Israelis in ihre Heimat zurück. Laut Knesset-Forschungs- und Informationszentrum ist die Zahl der Rückkehrer zwischen 2022 und 2024 um 53 Prozent gesunken – auf nur noch 3800 im Jahr 2024. Als Gründe werden bürokratische Hürden, Schwierigkeiten bei der Jobsuche und Probleme bei der Integration der Kinder in die Schulen genannt. Dieser Rückgang hat zu einer negativen Migrationsbilanz von rund 140.000 Personen zwischen 2022 und 2024 beigetragen.
Diplomatie
Israel und Venezuela haben die Wiederaufnahme der konsularischen Beziehungen vereinbart. Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt, nachdem 2009 Präsident Hugo Chávez 2009 fast alle Kontakte zum jüdischen Staat abgebrochen hatte. Der aktuelle diplomatische Durchbruch folgt auf dramatische politische Veränderungen in Caracas und das verheerende Erdbeben, das einen humanitären Kanal für eine erneute Zusammenarbeit eröffnete. Eine israelische Rettungs- und Hilfsdelegation wurde von Präsidentin Delcy Rodríguez herzlich empfangen. Das neue Abkommen wird einen Mechanismus zur Bereitstellung konsularischer Dienstleistungen für Bürger beider Länder schaffen und die technische Zusammenarbeit bei Nothilfe und Wiederaufbau ausweiten.
Alltag
Tel Aviv Global & Tourism, zuständig für die Vermarktung der Stadt, hat »Messy & Beautiful« veröffentlicht, ein neues Video, das die Stadt so zeigen soll, wie sie sich selbst sieht. Anstatt Tel Aviv als makelloses Reiseziel für Instagram darzustellen, fängt das Video die alltäglichen Momente ein: volle Straßen, Strände, Baustellen, Cafés, das Nachtleben, Künstler, Matkot-Spieler, streunende Katzen und die Stille eines Schabbat-Morgens. »Wir sind keine Postkarte«, heißt es dazu. »Wir schwitzen, hetzen, manchmal sind wir laut. Aber wir versuchen immer, uns neu zu erfinden und ein authentisches, leidenschaftliches Leben zu führen.«
Universität
Cyrille Cohen, Dekan der Goodman-Fakultät für Lebenswissenschaften der Bar-Ilan-Universität und Experte für Krebsimmunologie, ist neuer Rektor der Hochschule. Cohen war zuvor auch Präsident der Israelischen Gesellschaft für Krebsforschung. Bekanntheit erreichte der Immunologe durch seine Medienpräsenz während der Covid-Pandemie. Er erklärte, er habe die Ernennung mit »Begeisterung, Demut und einem tiefen Verantwortungsgefühl« angenommen, und versprach, die Universität mit Offenheit und Transparenz zu führen und gleichzeitig Forschung und akademische Qualität zu stärken. Cohen folgt auf Amnon Albeck, dessen Amtszeit im Oktober endet.
Leiche
Die Leiche eines 66-jährigen Israelis wurde am Sonntag in Finnland an einer Straße gefunden. Nachdem der Kontakt zu dem Mann vor etwa einer Woche abgebrochen war, wurde eine Suchaktion eingeleitet. Die genauen Umstände des Todes werden noch untersucht, erste Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass er beim Radfahren von einem Fahrzeug erfasst wurde. Der israelische Rettungsdienst Zaka arbeitet mit der finnischen Regierung zusammen, um die Überführung der Leiche nach Israel zu organisieren.