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Ranking, Rücktritt, Ansage

Herzliya bietet die größte Lebensqualität. Foto: Getty Images

Ranking
Herzliya hat die beste Lebensqualität der 18 größten Städte Israels, berichtet das Statistische Zentralamt. Damit löst die Küstenstadt den Vorjahressieger Kfar Saba ab. Im Mittelfeld des Rankings liegen Tel Aviv und Haifa, Bat Yam und Jerusalem stehen am Ende. Die Städte mussten sich an Kriterien wie Trinkwasserqualität, Bildungsniveau, Wohnverhältnisse, Grünflächen, Krankheiten, Lärmbelastung und Vertrauen in Menschen messen lassen.

Rücktritt
Der Generalstabschef der israelischen Armee (IDF), Herzi Halevi, hat seinen Rücktritt angekündigt. In seinem Brief an Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz heißt es: »Am Morgen des 7. Oktobers scheiterte die IDF unter meinem Kommando bei ihrer Mission, die Bürger Israels zu schützen. Meine Verantwortung für dieses schreckliche Versagen begleitet mich jeden Tag, jede Stunde und wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.« Er beantrage in Anerkennung seiner Verantwortung für das Versagen der IDF, seine Amtszeit am 6. März zu beenden. Er habe seine Entscheidung schon vor langer Zeit getroffen. »Jetzt, da die IDF in allen Kampfgebieten die Oberhand hat und ein weiteres Abkommen zur Geiselrückführung in Vorbereitung ist, ist es an der Zeit.« Der 57-jährige Halevi ist der 23. Stabschef Israels.

Ansage
Die israelische Fluglinie EL AL hat ihren Fluggästen am vergangenen Sonntag weltweit über Kabinendurchsagen Updates zum aktuellen Stand der Freilassung der drei Geiseln Doron Steinbrecher, Romi Gonen und Emily Damari gegeben. So hieß es vor einem Abflug nach Berlin: »Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass in diesem Moment die Freilassung von Romi, Doron und Emily und ihre Rückkehr nach Israel begonnen hat«, und kurz nach der Landung, dass die Frauen endlich ihre Familien in die Arme schließen konnten. »EL AL und das ganze israelische Volk warten auf die Rückkehr aller unserer Brüder und Schwestern nach Hause.« In den Flugzeugen wurde begeistert geklatscht und vor Freude geweint.

Operation
Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass bei einer geheimen Operation von Armee und dem Geheimdienst Schin Bet in Gaza die sterblichen Überreste des Soldaten Oron Shaul geborgen wurden. Shaul war während des Gaza-Kriegs 2014 von der Hamas getötet und verschleppt worden. Die Bergung sei das Ergebnis jahrelanger Arbeit, die angesichts des andauernden Konflikts intensiviert worden sei, heißt es. Die Leiche wurde nach Israel überführt und im forensischen Institut Abu Kabir identifiziert. Shaul wurde in seiner Heimatstadt Poria Illit begraben. Bei der Zeremonie bat Präsident Isaac Herzog die Eltern um Verzeihung, dass die Bergung ihres Kindes so lange gedauert habe.

Gaza
Erste Aussagen der freigelassenen Geiseln sind zur Veröffentlichung freigegeben worden. Laut N12 berichteten die drei Frauen, dass sie zuerst gemeinsam festgehalten, dann aber getrennt wurden. Sie hätten erst am Morgen ihrer Freilassung davon erfahren, dass sie nach Hause dürfen. Lange Zeit seien sie ohne Tageslicht in unterirdischen Räumen eingesperrt gewesen. Eine von ihnen musste einen medizinischen Eingriff ohne Betäubung durchstehen. Durch Fernsehen und Radio hätten sie vom Kampf ihrer Familien um ihre Freilassung erfahren – und auch vom Ausmaß der Massaker des 7. Oktober.

Klinik
Nach ihrer Rückkehr und der Umarmung ihrer Mütter sind die freigelassenen Geiseln per Hubschrauber in die Sheba-Klinik nahe Tel Aviv gebracht worden. Wie das Krankenhaus mitteilte, seien sie körperlich in stabiler Verfassung. Aber es werde noch einige Tage dauern, »bis alle nötigen Untersuchungen abgeschlossen sind«, so der Vizedirektor. In der Klinik können die Frauen in geschützter Umgebung mit ihren Angehörigen zusammen sein. Die Familien und das Forum der Geiselangehörigen hatten darum gebeten, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Flüge
British Airways hat angekündigt, ab dem 5. April wieder Israel anzufliegen. Zunächst soll es einen Flug pro Tag zwischen Tel Aviv und London geben. Später werde die Frequenz erhöht. Die Fluglinie schließt sich damit der Lufthansa-Gruppe an, die die Wiederaufnahme von Israel-Flügen ab dem 1. Februar angekündigt hat. Air France und Air India wollen ihren Flugbetrieb bereits innerhalb der kommenden zwei Wochen wieder starten, Delta Airlines, Virgin Atlantic und Ryanair Ende März.

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