New York

Proteste gegen israelische Immobilienmesse an Jeschiwa

Polizisten am Donnerstag in New York Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

In New York haben israelfeindliche Aktivisten gegen eine israelische Immobilienveranstaltung an einer Jeschiwa im Stadtteil Queens demonstriert. Bei der Kundgebung riefen Teilnehmer zu einer »Intifada« und zu einem »Volkskrieg« auf. Nach Angaben eines Abgeordneten des Bundesstaates New York skandierten Demonstranten zudem Parolen wie »Wir unterstützen die Hamas!«.

Die Proteste in Queens richteten sich gegen eine Veranstaltung israelischer Immobilienfirmen, bei der unter anderem Wohnungen in Modi’in und Ma’aleh Adumim, einer Siedlung im Westjordanland, angeboten wurden. Organisiert wurde die Demonstration von der Gruppe Palestinian Assembly for Liberation. Videos der Veranstalter zeigen Demonstranten mit Palästinenserfahnen und Kufiyas, die der israelischen Seite »ethnische Säuberungen« und Landraub vorwarfen.

Nach Darstellung jüdischer Organisationen fand die Immobilienmesse in der Yeshiva of Central Queens im Viertel Kew Garden Hills statt. Der Abgeordnete Sam Berger erklärte auf der Plattform X, bei der Kundgebung seien offen Hamas-Parolen gerufen worden.

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In Sprechchören forderten die Demonstranten unter anderem eine »Intifada-Revolution«. Auch riefen sie: »Siedler, geht nach Hause, Palästina gehört uns allein«. Die Organisatoren erklärten, bei den angebotenen Immobilien handele es sich um »gestohlenes palästinensisches Land« handele. Die Gruppe bezeichnete Ma’aleh Adumim als »illegale Siedlung« und sprach von einer »kolonialen Expansion des zionistischen Projekts«.

Die New Yorker Polizei errichtete rund um den Veranstaltungsort eine Sicherheitszone. Laut Berger schlossen eine Kindertagesstätte, zwei Grundschulen sowie eine religiöse Einrichtung vorsorglich früher als geplant. Jüdische Vertreter warnten bereits im Vorfeld vor möglichen Gefahren für Anwohner und Institutionen und forderten die Stadt auf, bestehende Gesetze gegen Vermummung und Einschüchterung konsequent durchzusetzen.

Ma’aleh Adumim ist eine Stadt mit 37.000 Einwohnern. Das Westjordanland, in dem sie sich befindet, wurde der Palästinenserführung von Jassir Arafat und später Mahmud Abbas seit dem Jahr 2000 mehrfach als Teil eines palästinensischen Staates angeboten. Sie lehnte ab.

Israel eroberte das seit 1948 durch Jordanien besetzte Westjordanland während des Sechstagekrieges im Juni 1967 in einem Präventivschlag gegen Ägypten, Jordanien und Syrien, die einen Angriff auf den jüdischen Staat vorbereitet hatten. In diesem Krieg wurden auch der Gazastreifen, die Golanhöhen und Ost-Jerusalem von Israel erobert. 

In den 90er-Jahren begann der Friedensprozess zwischen Israel und Vertretern der Palästinenser, der 1994 zur Gründung der palästinensischen Autonomiebehörde führte, die Teile des Westjordanlands kontrolliert. Bis heute sind israelische Soldaten in dem Gebiet stationiert. 700.000 jüdische Siedler leben dort unter drei Millionen Palästinensern. Die Abkommen, die auch als »Oslo-Friedensprozess« bekannt sind, haben nicht zu einem Frieden geführt – auch weil sie von den Terroristen der Hamas sabotiert worden sind. Weitere Verhandlungsversuche sind ebenfalls gescheitert. ja

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