Israel

Plan zur Eroberung von Gaza-Stadt soll Dienstag vorliegen

Verteidigungsminister Israel Katz Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Ein Einsatzplan der israelischen Armee zur Einnahme der Stadt Gaza soll laut Medienberichten am Dienstag dem Verteidigungsminister Israel Katz zur Billigung vorgelegt werden. Die israelische Nachrichtenseite »Walla« berichtete, laut dem Plan des Generalstabschefs Ejal Zamir sollten mindestens 80.000 Soldaten eingesetzt werden. 

»Sie werden die Stadt Gaza einkreisen und einnehmen, mit dem Ziel, den Kern der Terrorinfrastruktur der Hamas sowie die wichtigsten verbliebenen Symbole ihrer Herrschaft zu zerstören«, hieß es in dem Bericht. 

Die Nachrichtenseite zitierte einen namentlich nicht genannten Militärvertreter, der mit den Vorbereitungen für den großangelegten Bodeneinsatz vertraut sei: »Dies ist ein sehr umfassender Plan, der Hamas einen sehr hohen Preis abverlangen wird, der aber auch große Risiken für die israelischen Truppen birgt.«

Militärchef bereitete Plan nur widerwillig vor

Militärchef Zamir hat nach Medienberichten selbst vor großen Risiken des Plans für Soldaten und verbliebene Geiseln gewarnt, am Ende aber Planungen zur Erfüllung der Vorgaben der politischen Führung des Landes eingeleitet. Es wird befürchtet, dass die Offensive die ohnehin katastrophale Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen noch vergrößern wird. 

Der israelische Rundfunk berichtete, die von Israel geplante Räumung der Stadt Gaza, in der sich laut Schätzungen eine Million Menschen aufhalten, solle frühestens in zwei Wochen beginnen. »Walla« berichtete dagegen, schon in den kommenden Tagen sollten israelische Truppen in weitere Bereiche im Gazastreifen vordringen, um den Druck auf die Terroristen der Hamas zu erhöhen. 

Im Hintergrund laufen derweil weiter Bemühungen der internationalen Vermittler - USA, Ägypten und Katar - um eine neue Waffenruhe im fast zweijährigen Gaza-Krieg noch vor Beginn der neuen Offensive im Gegenzug für die Freilassung von Hamas-Geiseln. dpa/ja

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Ranking

Jerusalem Post: Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026

Luftfahrt

SAS streicht geplante Direktflüge zwischen Kopenhagen und Tel Aviv

Welche Begründung liefert die skandinawische Fluglinie für ihren Kurswechsel?

 18.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  18.09.2026

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Kanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 18.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026