Nablus

Palästinenser attackieren Josefsgrab, zwei Israelis angeschossen

Das beschädigte Josefsgrab in Nablus (10. April 2022) Foto: Flash 90

Erneut Gewalt in Nablus im Westjordanland: Wie die israelischen Verteidigungskräfte am Montagmorgen mitteilten, sind zwei Juden bei dem Versuch, das Josefsgrab in der Nähe der Stadt Nablus im Westjordanland zu erreichen, angeschossen und verwundet worden.

Die beiden Männer, die der chassidischen Bratslawer Gemeinde angehören, hätten versucht, das Heiligtum zu erreichen, ohne sich mit dem Militär abzusprechen, welches normalerweise die Besuche jüdischer Gläubiger überwacht.

UNTERSUCHUNG Die Umstände der Schießerei waren zufolge nicht sofort klar. Nach Angaben der Armee passierten die Männer eine unbemannte Straßensperre am Eingang zu Nablus. Sie gaben an, sie hätten bei der Restaurierung des am Wochenende verwüsteten Grabs helfen wollen.

Nach dem Angriff auf sie gelang es den Männern und dem Rest der Gruppe, einen Kontrollpunkt der Armee in der Nähe des Schreins zu erreichen, wo sie notversorgt wurden. Die beiden Männer erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

In der Nacht zum Sonntag hatten mehrere Dutzend militante Palästinenser das Josefsgrab attackiert, den Grabstein zertrümmert und einen Brand gelegt. »Das ist eine schwerwiegende Verletzung der Religionsfreiheit an einem der heiligsten Orte für jeden Juden«, schrieb Verteidigungsminister Benny Gantz auf Twitter. In sozialen Medien wurden Bilder aus dem Inneren des Schreins verbreitet, die zeigten, dass Teile der Einrichtung zerschlagen und verkohlt waren.

SCHREIN Nach der Überlieferung ist das Josefsgrab die letzte Ruhestätte der biblischen Gestalt Josef, Sohn des Patriarchen Jakob. Juden, Christen und Muslime verehren das Grab gleichermaßen. Bereits in der Vergangenheit wurde es immer wieder zur Zielscheibe von Gewalt. Juden dürfen den Ort im Westjordanland nur mit vorheriger Genehmigung betreten.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Nach vier Anschlägen in Israel innerhalb von rund zwei Wochen ist die Lage äußerst angespannt. Erst am Donnerstag hatte ein Palästinenser aus dem Westjordanland in der Küstenmetropole Tel Aviv in einem Terrorakt drei Menschen erschossen. Das Land befürchtet weitere Gewaltakte während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am Samstag vergangener Woche begonnen hatte. In einigen Tagen beginnt zudem das Pessachfest. dpa/AP/ja

Bildung

Israelische Hochschulen unter den weltweit besten Gründer-Schmieden

Zwei Universitäten im jüdischen Staat schaffen es in die Top 10

 06.05.2026

Mount Asahi

Israelin stirbt bei Bergtour in Japan

Auf dem Mount Asahi wurden die sterblichen Überreste von Tevel Shabtai von einem israelischen Rettungsteam gefunden

 06.05.2026

Nahost

Rubio: »Die Operation Gewaltiger Zorn ist abgeschlossen«

»Jetzt widmen wir uns dem Projekt Freiheit«, betont der amerikanische Außenminister

 05.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Berlin

Deutschland und Israel demonstrieren Einigkeit in Iran-Frage

Die Außenminister Deutschlands und Israels zeigen einen engen Schulterschluss gegen den Iran - reden aber auch kritisch miteinander

von Ulrich Steinkohl  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Israel

Bnei Menasche in Israel gelandet

Insgesamt sollen rund 6000 Inder Alija machen

von Sabine Brandes  05.05.2026

USA

Antisemitische Empörungswelle gegen Sesamstraße

Nach einem Post zum Monat des jüdisch-amerikanischen Erbes überschlagen sich die hasserfüllten Kommentare

von Sabine Brandes  05.05.2026

Israel

Feiern zu Lag BaOmer am Berg Meron eingeschränkt

An Lag BaOmer gedenken Juden des Aufstands gegen Rom. Zehntausende pilgern traditionell zum Berg Meron in Nordisrael. Kriegsbedingt dürfen dieses Jahr nur 600 kommen – doch Tausende umgehen die Sperren

 05.05.2026