Jerusalem

Opposition könnte gemeinsam gegen Netanjahu antreten

Gadi Eisenkot will ein starkes Bündnis gegen Benjamin Netanjahu auf die Beine stellen. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Der frühere Generalstabschef und Ex-Knessetabgeordnete Gadi Eisenkot strebt für die kommenden Parlamentswahlen in Israel ein gemeinsames Antreten der Opposition an. Nach einem Bericht des Senders N12 bringt Eisenkot eine einheitliche Liste mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Oppositionsführer Yair Lapid ins Spiel, um den von Likud und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geführten Block zu schlagen.

Demnach signalisiert Eisenkot die Bereitschaft, seine im vergangenen September angekündigte neue Partei »Yashar!« in ein größeres Oppositionsbündnis einzubringen. Ziel sei es, die Stimmen der Netanjahu-Gegner zu bündeln und so die Chancen auf einen Machtwechsel zu erhöhen. Die Idee einer gemeinsamen Liste wird in Oppositionskreisen schon länger diskutiert, erhält mit Eisenkots Vorstoß nun aber neues Gewicht.

Lesen Sie auch

Besonders ungewöhnlich ist ein zentrales Element des Vorschlags: Wer das Bündnis anführen soll, soll erst nach der Wahl entschieden werden – abhängig vom Wahlergebnis. Nach Angaben von N12 würde damit bewusst auf einen klassischen Spitzenkandidaten im Vorfeld verzichtet. Die Führungsfrage solle stattdessen im Nachhinein geklärt werden, um interne Rivalitäten zu vermeiden und möglichst viele Wähler anzusprechen.

Eisenkot, Lapid und Bennett traten zuletzt gemeinsam bei Protesten gegen das umstrittene Wehrpflichtgesetz auf, was als sichtbares Zeichen einer engeren Zusammenarbeit gewertet wurde. Ob es tatsächlich zu einer formellen Allianz kommt, ist offen. Klar ist jedoch, dass Eisenkots Vorstoß den Druck auf die zersplitterte Opposition erhöht, rechtzeitig vor der Wahl zu einer geschlossenen Strategie zu finden. im

Gaza

Katz droht Hamas wegen Drachen mit harter Reaktion

Nachdem mehrere Drachen im israelischen Grenzgebiet zu Gaza gefunden wurden, kündigt der Verteidigungsminister gezielte Angriffe an

 23.08.2026

Nachrichten

Rückkehr, Diplomatie, Alltag

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  23.08.2026

Jerusalem

Opposition fürchtet Einflussnahme auf die Wahlen durch Netanjahu

Oppositionspolitiker Yair Golan und Naftali Bennett üben ungewohnt scharfe Kritik am Premierminister und äußern Zweifel am fairen Ablauf des Wahlkampfs

von Sabine Brandes  23.08.2026

Jerusalem

Israel-Wahl: Neue Umfrage bestätigt anhaltendes politisches Patt

Nach einer Umfrage von »Zman Israel« haben nach wie vor weder das Pro- noch das Anti-Netanjahu-Lager eine klare Mehrheit

 23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Westjordanland

Nach Messerangriff: Terrorist in Dschenin getötet

Der Mann hatte versucht, Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Wie sich herausstellte, war er der Vater eines prominenten Terroristen

 21.08.2026

Terror

Israelische Armee tötet Hamas-Kommandeur, der am 7. Oktober beteiligt war

Bei dem Getöteten handelt es sich laut IDF um Sobhi Sami Mahmoud Shahtot. Er soll als Zugführer der Hamas tätig gewesen sein und verschleppte Israelis bewacht haben

 21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026