Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Noam Bettan Foto: Flash 90

Der Sänger, der Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich vertreten wird, steht fest. Der 27 Jahre alte Noam Bettan setzte sich in der Nacht im Finale der Fernsehshow »Hakochav Haba« (»Der nächste Star«) gegen weitere Kandidaten durch. Über die ESC-Teilnahme Israels hatte es eine monatelange Debatte gegeben.

Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien den kommenden 70. ESC in Wien. Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.

Medien zufolge beschreibt Bettan die Teilnahme an dem Musikwettbewerb mit den Worten: »Es ist, als würde man sich in die Höhle des Löwen begeben«. Die israelischen Kandidatinnen der Vorjahre waren zum Teil heftig angefeindet und ausgebuht worden. 2025 hatte die israelische Sängerin Yuval Raphael allerdings dank eines überwältigenden Publikumsvotings Platz zwei belegt. Die Veranstalter haben danach die Regeln für die Abstimmungen geändert. Das Publikum hat nun weniger Gewicht, die Rolle der Jury wurde gestärkt. 

Lied des israelischen Sängers soll im März ausgewählt werden

Das Lied, mit dem Bettan beim ESC antreten wird, soll israelischen Medien zufolge im März ausgewählt werden. Der Popsänger, der aus einem Vorort von Tel Aviv stammt, hat bereits ein Album veröffentlicht. Seine Eltern stammen Berichten zufolge aus Frankreich. Viele Lieder singt der 27-Jährige auf Französisch.

Alle Shows des ESC sind bereits ausverkauft. Am 70. Eurovision Song Contest (ESC) werden insgesamt 35 Länder teilnehmen.

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

von Admin  21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026

Israel

Herzog zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus

Javier Milei erhält in Jerusalem die höchste zivile Auszeichnung des jüdischen Staates. Der argentinische Präsident stellte sich im Konflikt mit dem Iran klar an die Seite Israels und der USA

 20.04.2026

Jom Hasikaron

Schmerz und Erinnerung im Herzen der Stadt

Welche Zukunft hat der Gedenkort der Terroropfer und gefallenen Soldaten am zentralen Dizengoff-Platz in Tel Aviv?

von Sabine Brandes  20.04.2026

Waffenruhe

Präsident Aoun: Libanon verhandelt alleine mit Israel

Seit ein paar Tage gilt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Die Regierung in Beirut will dauerhafte Stabilität für den Mittelstaat erreichen

 20.04.2026

Nahost

Soldat schlägt auf Jesus-Statue ein. Israel kündigt harte Strafe an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke »aufs Schärfste«. Das israelische Militär kündigte »angemessene Maßnahmen« gegen alle Beteiligten an

 20.04.2026