Israel

Netanjahu zu Merz: »Deutschland belohnt Hamas-Terror«

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: picture alliance/dpa

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Abend mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefoniert. In dem Gespräch habe Netanjahu seine »Enttäuschung« über die Entscheidung der Bundesregierung für ein Waffenembargo gegen Israel zum Ausdruck gebracht, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit.

»Anstatt Israels gerechten Krieg gegen die Hamas zu unterstützen, die den schrecklichsten Angriff auf das jüdische Volk seit dem Holocaust verübt hat, belohnt Deutschland den Terrorismus der Hamas mit einem Waffenembargo gegen Israel«, hieß es in einem auf X veröffentlichen Statement.

Lesen Sie auch

Benjamin Netanjahu habe Merz gesagt, dass es nicht das Ziel Israels sei, den Gazastreifen zu übernehmen, sondern ihn von der Hamas zu befreien, um dort die Bildung einer friedlichen Regierung zu ermöglichen.

Kurz vor Schabbatbeginn hat sich auch der Likud-Abgeordnete Amit Halevi geäußert. Das Mitglied im Außen- und Sicherheitsausschuss der Knesset wirft der deutschen Regierung einen »unmoralischen Kurs« vor. Nicht nur vor dem Hintergrund der Geschichte müssten die Deutschen die ersten sein, die Israel mit Waffen versorgen und sich an seine Seite stellen.

»Nicht wegen des sogenannten Rechts Israels auf Selbstverteidigung, das ein natürliches Recht ist und dessen Erwähnung an sich schon eine Beleidigung darstellt, sondern wegen des moralischen Kampfes für die Werte der Freiheit und Gerechtigkeit des Westens und der gesamten freien Welt«, betonte Halevi. mth

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  17.04.2026

Herzliya

Studie: Mit diesen Methoden mehr Erfolg auf Dating-Apps

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Es kommt weniger darauf an, was man über sich preisgibt, als wie man es tut

 17.04.2026

Umfrage

Waffenruhen mit Iran und Hisbollah: Israelis pessimistisch

Weniger als 40 Prozent sagen, sie hätten die erfolgten Militäreinsätze unterstützt, wenn ihnen die Entwicklungen im Voraus bekannt gewesen wären

 17.04.2026

Studie aus Israel

KI treibt Arbeitslosigkeit bei Programmierern und Verkäufern nach oben

Bei Programmierern gehen zwischen 12 und 20 Prozent des jüngsten Anstiegs der Erwerbslosigkeit auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurück

 17.04.2026

Bildung im Krieg

Israel lockert Abiturprüfungen wegen Kriegslage – Sonderregeln für den Norden

Die Maßnahmen schließen eine »flexiblere Berechnung« von schulischen Leistungen mit ein

 17.04.2026

Nahost

Details zur Waffenruhe zwischen Israel und Libanon veröffentlicht

Ein Sechs-Punkte-Plan soll zunächst zehn Tage lang für Ruhe sorgen. Die Einzelheiten

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Nahost

Trump verkündet zehntätige Waffenruhe im Libanon

Zuvor habe es Gespräche mit Israels Premier Netanjahu und Libanons Präsidenten Aoun gegeben

 16.04.2026 Aktualisiert

Hintergrund

Hickhack um Friedensgespräche - und eine zehntägige Feuerpause

Nachdem Präsident Trump direkte Verhandlungen erzwingen wollte, setzte er sich schließlich mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah durch

von Sabine Brandes  16.04.2026