Terror

Nationaler Sicherheitsrat warnt Israelis und Juden vor Anschlagsgefahr

Bald beginnt in Israel die Urlaubszeit. Viele Länder sind für Israelis jedoch gefährlich. Foto: picture alliance / SvenSimon

Kurz vor Beginn der hohen jüdischen Feiertage hat der Nationale Sicherheitsrat (NSC) Israels vor einer erhöhten Terrorgefahr für Israelis und Juden außerhalb von Israel gewarnt. Besonders im Fokus steht dabei laut »Times of Israel« und anderen Publikationen der bevorstehende zweite Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023, an dem es aus Sicht der Sicherheitsbehörden erneut zu Anschlägen kommen könnte.

Laut der Einschätzung des NSC, der dem Büro des Premierministers unterstellt ist, sind der Iran und seine Stellvertreter – darunter die Hamas und die Hisbollah – ebenso wie internationale Dschihad-Gruppen wie der Islamische Staat, al-Qaida und al-Shabaab weiterhin hoch motiviert, Israelis und Juden weltweit anzugreifen. Die Sicherheitslage werde zusätzlich durch wachsende antisemitische Hetze in sozialen Netzwerken und eine Zunahme gewaltsamer Vorfälle verschärft.

Der Sicherheitsrat warnte, die Hamas habe ihre Aktivitäten über den Gazastreifen hinaus ausgeweitet und versuche gezielt, Anschlagsstrukturen im Ausland aufzubauen. Gleichzeitig sei der Iran nach den jüngsten Gefechten mit Israel zunehmend von Vergeltungsmotiven getrieben. All dies erhöhe die Gefahr für Anschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen oder Personen außerhalb Israels – sowohl durch geplante Operationen als auch durch Einzeltäter.

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Konkret riet der NSC Reisenden dazu, im Ausland, also außerhalb Israels, keine israelischen oder jüdischen Symbole zur Schau zu stellen, in der Öffentlichkeit kein Hebräisch zu sprechen, große ungesicherte Menschenansammlungen zu meiden und keine Informationen über Aufenthaltsorte oder Wehrdienst in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

Als besonders riskant gelten demnach Reisen in Länder wie Iran, Syrien, Libanon, Irak, Jemen, wo israelischen Staatsbürgern die Einreise ohnehin gesetzlich verboten ist, aber auch nach Ägypten einschließlich Sinai, Türkei oder Jordanien. Im Verdachtsfall sollten sich Betroffene zunächst an die lokalen Sicherheitsbehörden und anschließend an die NSC-Hotline in Jerusalem wenden, hieß es.

Seit dem Beginn des aktuellen Krieges am 7. Oktober 2023 habe sich die Gefährdungslage für jüdische und israelische Zielpersonen im Ausland noch einmal deutlich verschärft, so der Rat. Viele Israelis nutzen die Feiertagswochen zwischen Rosch Haschana und Sukkot für Auslandsreisen. im

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