Israel

Kurz gemeldet

40.000 Läufer nahmen am Tel-Aviv-Marathon teil. Foto: Flash90

Rekord
Mehr als 40.000 Läufer sind am Freitagmorgen durch die Straßen von Tel Aviv gerannt. Der Marathon in der Stadt am Mittelmeer wird von Mal zu Mal beliebter. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt. Der Äthiopier Balata Mekonnen lief mit zwei Stunden und zwölf Minuten am schnellsten. Neben dem kompletten Marathon gibt es einen Halbmarathon sowie Zehn- und Fünfkilometerläufe, bei denen viele Amateurläufer teilnehmen. Für die Bewohner von Tel Aviv hieß es in den Morgenstunden: Auto stehenlassen. Denn viele Hauptstraßen waren stundenlang für jeglichen Verkehr gesperrt. Dafür schauten sich Tausende das Spektakel an und jubelten den Läufern zu.

Aussage
US-Präsident Donald Trump hat seine Aussage zum israelisch-palästinensischen Konflikt verdeutlicht. Während er bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu erklärt hatte, dass er sowohl eine Einstaaten- als auch eine Zweistatenlösung akzeptieren werde, so sagte er am Donnerstag: »Ich mag die Zweitstaatenlösung.« Damit sprach sich Trump zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme für dieses Konzept aus. Dennoch machte er auch jetzt deutlich, dass es die Israelis und Palästinenser selbst sein müssten, die entscheiden. »Letztendlich mag ich das, was die beiden Parteien mögen.«

Strafe
Der ehemalige Oberrabbiner Jona Metzger muss länger ins Gefängnis. Das Bezirksgericht in Jerusalem lehnte seinen Antrag auf eine Vereinbarung im Strafprozess ab und verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Haft. Im Januar war das Strafmaß wegen Bestechlichkeit zunächst auf dreieinhalb Jahre festgelegt worden. Außerdem wird seine Eigentumswohnung in Jerusalem konfisziert. Metzger hatte zugegeben, Bestechungsgelder in Höhe von über fünf Millionen Schekel kassiert zu haben. Die Anklage lautete auf zehn Millionen. Das Geld erhielt er unter anderem von Ausländern, die konvertieren wollten.

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Oppositionspoker: Lapid will Eisenkot ins Team holen, Gantz kritisiert Bündnis

Das Bündnis »Gemeinsam« will mehr Parteien ins Boot holen, um die Chancen für einen Sieg gegen Benjamin Netanjahus Likud zu erhöhen

 29.04.2026

Aschkelon

Charedi-Extremisten stürmen Haus des Chefs der Militärpolizei

Gegner der Wehrpflicht auch für Ultraorthodoxe haben die Familie des IDF-Offiziers bedroht. Eine gefährliche »rote Linie« sei überschritten, sagt die Armee

 29.04.2026

Jerusalem

Haben die Raketenlieferungen nach Deutschland Israel gefährdet?

In Israel ist eine Diskussion über die Frage entbrannt, ob es richtig war, inmitten iranischer Raketenangriffe Arrow-Abfangraketen zu exportieren

 29.04.2026

Israel

Herzog setzt sich für Deal in Netanjahu-Prozess ein

US-Präsident Trump drängt darauf, dass der in einem Korruptionsverfahren angeklagte israelische Regierungschef Netanjahu begnadigt wird. Israels Präsident Herzog strebt eine Einigung an.

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Israel

Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

von Sabine Brandes  28.04.2026

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026