Davos

Israels Präsident sieht iranische Führung als sehr fragil

Israels Präsident Izchak Herzog Foto: picture alliance / REUTERS

Der israelische Präsident Izchak Herzog sieht die iranische Führung nach den blutigen Massenprotesten als deutlich geschwächt. »Für mich ist klar, dass das Ajatollah-Regime sich in einer recht fragilen Lage befindet«, sagte Herzog beim Weltwirtschaftsforum in Davos. 

»Die Menschen leiden enorm«, sagte der 65-Jährige weiter. »Es herrscht Mangel an Nahrungsmitteln und Wasser sowie an so vielen anderen grundlegenden Dingen. Die Wirtschaft liegt am Boden.« Herzog sagte weiter: »Eine Perspektive, eine Zukunft für das iranische Volk kann es nur mit einem Regimewechsel geben. Das muss letztlich in den Händen des iranischen Volkes liegen – mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.«

Massive Notlage der iranischen Bevölkerung

Das iranische Volk sehne sich nach Veränderung, die es verdient habe. Es lebe »unter einem äußerst repressiven Regime – einem Regime, das Tausende seiner Bürger misshandelt, foltert, inhaftiert und Tausende von Familien zerstört, vielleicht Zehntausende, womöglich noch sehr viel mehr im ganzen Iran –, um den natürlichen Wunsch der Menschen nach einem besseren Leben und nach Freiheit zu unterdrücken«. 

Lesen Sie auch

Herzog kritisierte, dass es trotz des brutalen Vorgehens der iranischen Führung keine internationalen Proteste vergleichbar mit denen während des Gaza-Kriegs gebe. 

Sehnsucht nach Wandel und Kritik an internationaler Zurückhaltung

»Ich hoffe und bete, dass es im Iran zu einem Wandel kommt, denn der Iran verdient Besseres, die Region verdient Besseres, und die Welt verdient Besseres«, sagte der israelische Präsident. 

Im vergangenen Juni kam es zu einem zwölf­tägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran, der von heftigem gegenseitigem Beschuss geprägt war. Vor dem Hintergrund von Spekulationen über einen möglichen neuen US-Angriff im Iran hatten beide Länder gegenseitige Drohungen ausgesprochen.

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Religiosität

Mehr Israelis für jüdische Präsenz im öffentlichen Raum

Wie halten es die Israelis mit der Religion und genauer: mit dem öffentlich gelebten Judentum? Dieser Frage ging ein Rabbinernetzwerk nach

von Andrea Krogmann  14.08.2026

Washington/Tel Aviv/Gaza

US-Ermittler untersuchen Spendenkampagnen mit möglichen Verbindungen zu Terrorgruppen

Hunderttausende Euro sollen an die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Dschihad weitergegeben worden sein

 14.08.2026

Nahost

Benjamin Netanjahu auf Gegenkurs zu Donald Trump

Israels Premier weist den Gaza-Plan des US-Präsidenten zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  14.08.2026

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026