COVID-19

Israels Militärchef in Corona-Quarantäne - wie mehr als 9000 Soldaten

Israels Generalstabschefs Aviv Kochavi Foto: imago

Das Coronavirus breitet sich auch in der israelischen Armee aus. Generalstabschef Aviv Kochavi und andere Offiziere müssten sich in Quarantäne begeben, teilte die Armee am Donnerstag mit. Der ranghöchste Militär sei vor etwa einer Woche mit einem Soldaten in Kontakt gekommen, der inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. »Der Generalstabschef fühlt sich gut, hat keine Symptome, und wird sich bald einem Test unterziehen«, hieß es weiter.

Am Mittwoch musste sich bereits Verteidigungsminister Benny Gantz nach einem möglichen Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Auch Jerusalem-Minister Rafi Perez teilte am Donnerstag bei Twitter mit, er begebe sich in Heimisolation, nachdem sich einer seiner Berater mit dem Coronavirus infiziert habe.

Eine israelische Armeesprecherin bestätigte am Donnerstag, 316 Soldaten seien gegenwärtig mit dem Virus infiziert. Rund 9100 Soldaten und Armee-Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne.

Israel veröffentlicht die Zahl seiner Soldaten aus Sicherheitsgründen nicht. Sie wird auf rund 170 000 aktive Soldaten und 445 000 Reservisten geschätzt.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hatte zuletzt einen Höchstwert erreicht, es wurden verschiedene neue Beschränkungen verhängt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 33.947 Menschen in Israel nachgewiesen worden; 344 Infizierte sind gestorben. dpa

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026

Jerusalem

Huckabee verurteilt Angriffe auf palästinensisch-amerikanische Familie im Westjordanland

»Die Handlungen derjenigen, die dies dem Haus dieser Familie antun, sind kriminell«, erklärt der US-Botschafter

 13.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026