Tel Aviv

Israelisches Gericht: Rasen bei Raketenalarm bleibt strafbar

Dichter Verkehr auf der Ayalon-Autobahn Foto: copyright (c) Flash90 2025

Ein Verkehrsgericht in Israel hat entschieden, dass Autofahrer auch während eines Raketenalarms nicht schneller fahren dürfen, um Schutzräume rechtzeitig zu erreichen. Das Urteil gilt als richtungsweisend für den Umgang mit Verkehrssituationen in Kriegszeiten.

Wie »The Jerusalem Post« berichtet, war ein Autofahrer auf einer Schnellstraße mit 157 km/h geblitzt worden, wobei 90 km/h erlaubt waren. Der Mann verteidigte sich damit, dass er wegen mehrerer Sirenenalarme versucht habe, möglichst schnell einen sicheren Ort zu erreichen.

Das Gericht folgte dieser Begründung nicht. In der Entscheidung heißt es, hohe Geschwindigkeit führe in solchen Situationen nicht zu mehr Sicherheit: »Nicht nur reduziert sie die Gefahr nicht, sondern kann sie sogar erhöhen«. Zudem betonten die Richter, dass das Risiko tödlicher Unfälle mit zunehmender Geschwindigkeit steige – gerade unter ohnehin gefährlichen Bedingungen wie Raketenalarm.

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Frühere Verkehrsverstöße

Die Staatsanwaltschaft hatte sich gegen eine mildere Strafe ausgesprochen und unter anderem auf frühere Verkehrsverstöße des Fahrers verwiesen. Insgesamt soll er bereits 16 Delikte begangen haben.

Ursprünglich wurde dem Mann der Führerschein für 30 Tage entzogen. Das Gericht reduzierte die Dauer schließlich auf 20 Tage. im

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