Gaza

Israelische Armee: Waffenruhe gilt wieder

Aufgrund des von der Hamas begonnenen Krieges und ihres Missbrauchs ziviler Gebäude als Waffenlager und Raketenstellungen ist Gaza in weiten Teilen zerstört. Foto: picture alliance / Anadolu

Die Waffenruhe in Gaza ist nach einer heiklen Eskalation wieder in Kraft gesetzt worden: Das israelische Militär teilte mit, es sei nach einem tödlichen Angriff der Hamas auf Truppen in Rafah und seiner Reaktion zur Umsetzung der Waffenruhe zurückgekehrt.

Auslöser der Luftangriffe und der darauffolgenden Gegenmaßnahmen war ein Angriff auf IDF-Soldaten in Rafah, bei dem der Reservist Yona Efraim Feldbaum aus Neria getötet wurde. Die Armee berichtet, Schützen hätten auf einen Bagger gefeuert. Kurz darauf seien Panzerabwehrwaffen gegen die Armee gerichtet worden. Feldbaums Tod löste in Jerusalem Bestürzung aus.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach der Familie des Getöteten sein Beileid aus. »Meine Frau und ich senden der Familie unser herzliches Beileid und umarmen sie in ihrer Trauer«, heißt es in einer Erklärung des Regierungschefs. »Efi, seligen Angedenkens, kämpfte tapfer gegen die Mörder der Hamas und gab sein Leben für die Sicherheit Israels.«

Lesen Sie auch

Verteidigungsminister Israel Katz machte im Anschluss deutlich, dass Israel auch außerhalb des Gazastreifens gegen Hamas-Führungsfiguren vorgehen werde.

»Es gibt und wird keine Immunität für irgendjemanden in der Führung der Hamas-Terrororganisation geben, weder für jene im Anzug noch für jene, die sich in Tunneln verbergen. Jedem, der die Hand gegen IDF-Soldaten erhebt, wird diese abgeschlagen«, erklärte Katz. »Wer IDF-Soldaten angreift und Vereinbarungen bricht, wird den vollen Preis zahlen.«

Die Streitkräfte betonten zugleich, sie würden die Vereinbarungen zur Waffenruhe weiterhin einhalten, zugleich aber »energisch auf jede Verletzung reagieren«. Israels Vorgehen folgte nach Angaben aus dem Verteidigungsapparat nicht nur dem tödlichen Angriff in Rafah, sondern diente auch als Reaktion auf wiederholte Verzögerungen bei der Übergabe getöteter Geiseln, die im Rahmen des US-vermittelten Abkommens geregelt worden war. im

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

Erste Frau in IDF-Eliteeinheit Sayeret Matkal

Seit 2024 dürfen auch Frauen in die geheimnisvolle Einheit aufgenommen werden. Nun hat erstmals eine Israelin die harte Aufnahmeprüfung bestanden

von Sabine Brandes  12.06.2026

Knesset

Armeedienst und Torastudium sollen gleichgestellt werden

Trotz des Widerstands der Opposition und einiger Koalitionsmitglieder geht der kontroverse Gesetzesvorschlag durch die erste Lesung

von Sabine Brandes  12.06.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Pride Parade findet trotz Sicherheitsbedenken statt

Erstmals seit den Zeiten vor den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 kehrt das Großereignis zurück

 12.06.2026

Wehrpflicht

Massenproteste: Charedim legen Verkehr in Zentralisrael lahm

Die Demonstration richteten sich gegen die Festnahme von 19 Wehrdienstverweigerern nach Ausschreitungen vor dem Haus des stellvertretenden Präsidenten des Obersten Gerichts

 12.06.2026

Studie

KI-Modelle reproduzieren antisemitische Vorurteile

Zwei israelische Forscher sagen, ihre Analyse zeige, wie »ein uraltes Vorurteil durch komplexe Muster von Eigenschaftszuschreibungen und kultureller Codierung in modernen technologischen Systemen fortbesteht«

 12.06.2026

Krieg gegen den Terror

Israel bereitet offenbar Vorstoß auf Hisbollah-Hochburg Nabatieh vor

»Die Hisbollah zieht sich zurück, hält aber an der Linie von Nabatieh fest«, sagt ein ranghoher IDF-Offizier

 12.06.2026

Iran

Krieg auf Eis gelegt

Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

von Sabine Brandes  11.06.2026

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung der Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026