COVID-19

Israel verkürzt Corona-Quarantäne auf zehn Tage

Foto: Flash 90

Die Corona-Quarantänezeit wird in Israel um zwei auf zehn Tage verkürzt, wenn man zwei negative Tests vorweist. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, diese Erleichterung solle von Dienstagmorgen an gelten.

Eine Quarantäne ist nach Kontakt mit Infizierten oder nach einer Einreise aus dem Ausland nötig. Im vergangenen Monat war die Quarantänezeit bei zwei Tests bereits von 14 auf 12 Tage gekürzt worden.

In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen.

Israel bereitet sich auf den Beginn seiner Corona-Impfkampagne vor. Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch den 27. Dezember als Zieldatum genannt. Nun soll der Start aber womöglich noch vorgezogen werden.

In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Ein Mitte September verhängter zweiter Lockdown konnte die Fallzahlen dramatisch senken. Seit Mitte Oktober setzt die Regierung schrittweise Lockerungen um. Zuletzt nahmen die Zahlen wieder zu, ein dritter Lockdown ist im Gespräch.

2990 Menschen sind bislang in Israel nach einer Corona-Infektion gestorben.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 356.250 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 2990 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, am Vortag seien 1289 neue Corona-Fälle und zwölf neue Todesfälle gemeldet worden.

Im Vergleich: In Deutschland, das neunmal so viel Einwohner hat wie Israel, wurden am Sonntag 20.200 neue Corona-Infektionen und 321 neue Todesfälle gemeldet.

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026