Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Rom

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Israel und Libanon verhandeln in Rom

Zu Beginn der Gespräche sind die Fronten verhärtet. Israel fordert die Entwaffnung der Terror-Miliz Hisbollah. Die libanesische Regierung besteht auf Israels Rückzug aus dem Süden

 14.07.2026 16:28 Uhr

In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen. Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern.

Bei den Gesprächen geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Terror-Miliz Hisbollah. Die Hisbollah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und der Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

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Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden des Libanon. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hisbollah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben.

Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Fronten zwischen beiden Seiten verhärtet

Trotz einer Waffenruhe gibt es weiterhin Kämpfe im Südlibanon. Das israelische Militär ist dort stationiert und greift auch weiter aus der Luft an. Sowohl die Hisbollah als auch die libanesische Regierung bezeichnen eine von Israel einseitig verfügte »Sicherheitszone« als völkerrechtswidrige Besetzung. Das Gebiet umfasst rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.

Italiens Außenminister Antonio Tajani wertete die Entscheidung für Rom als Ort der Gespräche als Beweis dafür, dass sein Land im Nahen Osten eine »führende Rolle« Rolle spiele. Italien sei auch zu weiterer Unterstützung bereit. dpa/ja

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