Jerusalem

Eli Vered Hazan wird neuer Weltvorsitzender des Keren Hayesod

Foto: Hadas Parush/Flash90

Der israelische Botschafter in Singapur, Eli Vered Hazan, übernimmt künftig den Vorsitz des Keren Hayesod. Das gab die zionistische Organisation am Montag bekannt. Hazan folgt auf Sam Grundwerg, der den Keren Hayesod in den vergangenen acht Jahren geführt hat.

Nach von »The Jerusalem Post« wiedergegebenen Angaben der Organisation verfügt Hazan über langjährige diplomatische und öffentliche Erfahrung. Vor seiner Ernennung zum Botschafter in Singapur war er Vizepräsident für Public Diplomacy am Jerusalem Institute of Justice. In dieser Funktion habe er maßgeblich dazu beigetragen, Israels internationale Beziehungen auszubauen und die Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern sowie jüdischen Gemeinden weltweit zu vertiefen.

Grundwerg würdigte seinen Nachfolger als erfahrene Führungspersönlichkeit. »Eli bringt beeindruckende Erfahrung in der öffentlichen Führung sowie viele Jahre im Dienst des Staates Israel und des jüdischen Volkes mit. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er den Keren Hayesod erfolgreich führen wird«, sagte er.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Gesellschaft, Alija und Diaspora

Zugleich zog Grundwerg eine positive Bilanz seiner Amtszeit. »Es war ein Privileg, diese Organisation in den vergangenen acht Jahren zu leiten. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben – insbesondere bei der Stärkung der Beziehungen zu jüdischen Gemeinden und christlichen Freunden Israels sowie bei der deutlichen Steigerung unserer Spendeneinnahmen«, erklärte er.

Der Keren Hayesod wurde 1920 gegründet. Die Organisation setzt sich für die Stärkung der israelischen Gesellschaft, die Förderung der Alija und die Unterstützung jüdischer Gemeinschaften in der Diaspora ein.

Die Wahl Hazans sei einem umfassenden Auswahlverfahren vorausgegangen und anschließend von den zuständigen Gremien der Zionistischen Weltorganisation sowie des Keren Hayesod bestätigt worden, hieß es.

Lesen Sie auch

»Zum Wohl Israels«

Hazan bezeichnete seine Ernennung als »große Ehre«. Er danke der Führung des Keren Hayesod für das in ihn gesetzte Vertrauen. Gleichzeitig würdigte er die Arbeit seines Vorgängers: »Ich danke Sam Grundwerg für seine herausragende Führung und freue mich darauf, auf diesem starken Fundament zum Wohl des Volkes Israel weiter aufzubauen.«

Auch Bruce Leboff, Vorsitzender des Kuratoriums des Keren Hayesod, gratulierte Hazan zu seiner neuen Aufgabe. Er bescheinigte ihm »außergewöhnliche diplomatische Erfahrung, ein tiefes Engagement für das jüdische Volk und den Staat Israel sowie eine eindrucksvolle Bilanz an Führungsstärke und professioneller Exzellenz«.

Zugleich dankte Leboff Grundwerg dafür, den Keren Hayesod »mit außerordentlichem Einsatz und beispiellosen Erfolgen durch eine der schwierigsten Phasen der Geschichte Israels geführt zu haben«. im

Jerusalem/Teheran

Mossad-Chef soll Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getroffen haben

Laut einem Bericht der »New York Times« soll Israel an einer Operation gearbeitet haben, den früheren Schoa-Leugner und Befürworter eines Atomprogramms zurück an die Macht zu bringen

von Ralf Balke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Generalstabschef kritisiert Gesetzentwurf zu Haredi-Wehrdienst scharf

Es sei »unvorstellbar«, dass die Armee, deren Soldaten seit zweieinhalb Jahren außergewöhnliche Opfer brächten, gleichzeitig an einem System mitwirken solle, das massenhafte Ausnahmen von Strafverfolgung ermögliche, sagt der Armeechef

 14.07.2026

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich nur in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026

Paris

»Die Isolation Israels ist ein historisches moralisches Versagen«

»Es ist ein dunkler Moment für Juden auf der ganzen Welt«, sagt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy. »Wir müssen stolz, stark und weise sein.«

 13.07.2026

Brüssel

Bundesregierung bremst in EU-Debatte um Israel-Sanktionen

Produkte aus israelischen Siedlungen beschränken? Etliche EU-Staaten sind dafür. In Brüssel bahnt sich allerdings ein juristischer Streit an

 13.07.2026

Jerusalem

Netanjahu: Siedlergewalt geht von »150 jugendlichen Straftätern« aus

Der Ministerpräsident verurteilt Selbstjustiz im Westjordanland, betont aber auch, dass »99 Prozent« der Siedler gesetzestreue Bürger seien

 13.07.2026

Jerusalem

Knesset-Ausschuss billigt Gesetz zur Aussetzung von Einberufung für Haredim

Nach dem Gesetzentwurf würden zehntausende Haredim, die bereits als Wehrdienstverweigerer gelten, bis mindestens Ende November vor einer Festnahme geschützt

 13.07.2026