Gazastreifen

Israel übergibt Leichname von 45 Palästinensern

Die Leichname wurden an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben Foto: picture alliance/dpa

Israel hat die Leichen von 45 Palästinensern in den Gazastreifen übermittelt. Eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) bestätigte, man habe bei der Übergabe an Mitarbeiter der von der Hamas kontrollierten Behörden geholfen. Der Schritt sei am Montag erfolgt, einen Tag nach der Übergabe der sterblichen Überreste von drei israelischen Geiseln.

Auf die Übergabe von Leichen hatten sich Israel und die Terroristen der Hamas im Rahmen der Waffenruhevereinbarung im Oktober verständigt. Für jede israelische Geisel, deren sterbliche Überreste freigegeben werden, muss Israel laut der Vereinbarung die sterblichen Überreste 15 verstorbener Bewohner Gazas übergeben. Die genauen Todesumstände der Palästinenser sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass Israel ihre Leichen in einem Militärlager aufbewahrte. 

Die islamistische Hamas hatte im Rahmen der Gaza-Waffenruhe bereits am 13. Oktober alle noch lebenden Geiseln im Austausch für Hunderte palästinensische Häftlinge freigelassen. Die Übergabe der getöteten Geiseln verläuft anders als vereinbart schleppend. 

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Damit befinden sich nach israelischen Angaben noch die Leichen von acht Geiseln im Gazastreifen. Sieben von ihnen waren beim Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verschleppt worden. Dabei handelt es sich um fünf Israelis - einer davon auch mit deutscher Staatsangehörigkeit - sowie zwei Ausländer. Diese stammen aus Thailand und Tansania. Zudem versucht Israel, die sterblichen Überreste eines israelischen Soldaten zurückzubekommen. Die Leiche des Soldaten war 2014 verschleppt worden. dpa/ja

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