Nahost

Israel: Leibwächter von Ex-Hamas-Chef Sinwar in Gaza getötet

Jihia al-Sinwar war einer der Führer der Terrororganisation Hamas. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Israel will einen Leibwächter des früheren Chefs der islamistischen Terrororganisation Hamas, Jihia al-Sinwar, bei einem Angriff im Gazastreifen gezielt getötet haben. Den damaligen Hamas-Chef selbst hatte die israelische Armee bereits vor knapp zwei Jahren im Gazastreifen getötet. Der Bodyguard sei bereits am Montag bei einem Angriff in Chan Junis im südlichen Teil des Küstenstreifens ums Leben gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Am Sonntag sei dort auch ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit Nuchba getötet worden. 

Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod der beiden Männer, die Hamas äußerte sich nicht zu den Berichten. 

Beide seien nach israelischen Informationen an dem Hamas-Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Sie sollen laut der Mitteilung auch an der Vorbereitung neuer Angriffe gearbeitet haben. Israel will nach Medienberichten trotz einer Waffenruhe im Gazastreifen alle am Massaker vom 7. Oktober Beteiligten aufspüren und gezielt töten.

Gaza-Beauftragter warnt vor »Punkt ohne Wiederkehr«

Der Hohe Vertreter des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, äußerte sich am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Gazastreifen, der im zweijährigen Krieg weitgehend zerstört wurde. Mladenow warf Israel vor, mit den fortgesetzten Angriffen im Gazastreifen die geplante Entwaffnung der Hamas zu verzögern. 

Zugleich betonte der Bulgare: »Die Hamas hat sich verpflichtet, alle militärischen Aktivitäten einzustellen. Diese Verpflichtung muss noch vollständig umgesetzt werden.« Er warnte, eine erneute vollständige Eskalation des Konflikts im Gazastreifen könne zu einem »Punkt ohne Wiederkehr« führen. dpa

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