Krieg gegen Israel

»Israel hat das Recht, sich zu verteidigen«

Eine Rakete aus dem Gazastreifen explodiert in Aschkelon. Foto: Flash 90

In der ganzen Welt sind Schock und Entsetzen über die Angriffe der Hamas auf Israel groß. Regierungen und internationale Organisationen verurteilten fast einhellig die Terroranschläge, Entführungen und den Raketenbeschuss gegen israelische Ziele.

US-Präsident Joe Biden telefonierte am Nachmittag mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Auf X (ehemals Twitter) schrieb Biden anschließend: »Ich habe unsere Unterstützung angeboten und mein unerschütterliches Engagement für Israels Sicherheit bekräftigt.« Biden sprach den Familien in Israel, die bei den brutalen Angriffen Angehörige verloren, sein »tief empfundenes Beileid« aus.

selbstverteidigung Auch andere Staats- und Regierungschefs äußerten sich ähnlich. In Brüssel bekräftigten die führenden Vertreter der Europäischen Union Israels Recht auf Selbstverteidigung. »Ich verurteile aufs Schärfste die wahllosen Angriffe, die heute Morgen gegen #Israel und seine Bevölkerung verübt wurden und unschuldigen Bürgern Terror und Gewalt angetan haben. Meine Gedanken sind bei allen Opfern. Die EU ist in diesem schrecklichen Moment solidarisch mit den Menschen in Israel«, schrieb der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, auf Twitter.

Auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich schockiert. »Das ist Terrorismus in seiner verabscheuungswürdigsten Form. Israel hat das Recht, sich gegen solche abscheulichen Angriffe zu verteidigen«, schrieb sie am Samstagmorgen auf X. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell erklärte in einem Statement am Nachmittag: »Die EU ist solidarisch mit Israel, das das Recht hat, sich im Einklang mit dem Völkerrecht gegen solche gewalttätigen und willkürlichen Angriffe zu verteidigen.« Die NATO verurteilte die Angriffe ebenfalls scharf.

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Auch die Regierung der Ukraine, die am Samstag selbst wieder mit zahlreichen russischen Angriffen auf ihrem Territorium zu kämpfen hatte, zeigte sich solidarisch mit Israel. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte: »Terror sollte keinen Platz in der Welt haben, denn er ist immer ein Verbrechen, nicht nur gegen ein bestimmtes Land oder die Opfer des Terrors, sondern gegen die Menschheit im Allgemeinen.« Wer Terror finanziere, begehe ebenfalls ein Verbrechen. »Das Recht Israels auf Selbstverteidigung ist unbestreitbar. Alle Einzelheiten dieses terroristischen Angriffs müssen offengelegt werden, damit die Welt weiß, wer den Angriff unterstützt und geholfen hat, ihn auszuführen, und damit alle zur Rechenschaft gezogen werden«, fügte Selenskyj hinzu.

ABBAS Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf und warnte »vor impulsiven Schritten, die die Spannungen verschärfen«. Die Türkei und Israel hatten sich nach einem jahrelangen Zerwürfnis zuletzt um Wiederannäherung bemüht. Erdogan hatte in der Vergangenheit aber auch enge Beziehungen zur Hamas gepflegt, die von der EU als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Im Juli hatte er den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und den Hamas-Führer Ismail Hanija in Ankara zu Gesprächen über eine Versöhnung zwischen den beiden verfeindeten Fraktionen empfangen.

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Abbas schob in einer ersten Reaktion die Schuld an den Attacken aber Israel in die Schuhe. Die Palästinenser hätten das Recht, sich gegen den »Terror der Siedler und der Besatzertruppen« zu verteidigen, sagte er laut palästinensischer Nachrichtenagentur WAFA.

Die Sonderbeauftragte des UN-Menschenrechtsrats für Israel und die besetzten Gebiete, Francesca Albanese, die bereits in der Vergangenheit mit israelfeindlichen Bemerkungen aufgefallen war, bedauerte zwar das Leid der Opfer, verurteilte die Angriffe aber nicht ausdrücklich. Albanese schrieb auf X: »Die heutige Gewalt muss im Kontext gesehen werden. Fast sechs Jahrzehnte feindseliger Militärherrschaft [Israels] über eine ganze zivile Bevölkerungsgruppe (welche von allzu vielen offiziellen Erklärungen und Medien unverständlicherweise ignoriert wird) sind an sich schon eine Aggression und das Rezept für mehr Unsicherheit für alle.«

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Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, verurteilte hingegen den »abscheulichen terroristischen Angriff auf den Staat Israel auf das Schärfste« und fügte an: »Jetzt ist es wichtiger denn je, dass wir geschlossen und entschlossen zusammenstehen, um den Erfolg der israelischen Streitkräfte und des Staates Israel in diesem Konflikt, der uns zu Unrecht an Simchat Tora auferlegt wurde, zu unterstützen. Die gesamte jüdische Diaspora sollte klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass sie Israel und seine tapferen Sicherheitskräfte in diesen schwierigen Zeiten unterstützt.« mth

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