Jerusalem

Im Zeichen des Regenbogens

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete: »Eine Gemeinschaft – viele Gesichter«. Foto: Flash 90

Tausende von Israelis haben am Donnerstag in Jerusalem an der Gay-Pride-Parade teilgenommen. Sie hielten Schilder in die Höhe und forderten gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT). Nach Angaben eines Polizeisprechers waren rund 2500 Polizisten im Einsatz. Am Rande der Parade wurden 17 Verdächtige festgenommen, darunter auch ein Mann, der nach Polizeiangaben ein Messer versteckt bei sich trug.

Vor vier Jahren hatte ein charedischer Fanatiker bei der Parade in Jerusalem eine 16-Jährige erstochen. Ein Gericht verurteilte den Mörder später zu lebenslanger Haft plus 31 Jahre. Er hatte bereits 2005 bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem Teilnehmer mit einem Messer verletzt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vielfalt Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete: »Eine Gemeinschaft – viele Gesichter«. In Jerusalem fand auch eine Gegendemonstration der ultrarechten Vereinigung Lehava statt. Auf schwarzen Spruchbändern stand: »Das ist kein Stolz, sondern ein Gräuel.«

Die international bekanntere Gay-Pride-Parade in Tel Aviv findet am 14. Juni statt. Die liberale Küstenmetropole gilt als Hochburg der Szene im Nahen Osten. Am Dienstag hatten dort 23 homosexuelle Paare mit einer Massenhochzeit für die Rechte von Schwulen und Lesben demonstriert.  dpa

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Nachrichten

Licht, Erfolg, Reise

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  06.05.2026

Wahlkampf

Alte Bekannte, neue Bündnisse

Der Kampf um die Sitze in der nächsten Knesset hat begonnen. Eine drusische Partei sorgt für besonderes Aufsehen – und für überraschende Möglichkeiten

von Sabine Brandes  06.05.2026

Washington D.C.

Demokraten drängen Trump zu Klarheit über Israels Atomprogramm

In einem Schreiben an Außenminister Marco Rubio verlangen mehr als zwei Dutzend Parlamentarier detaillierte Informationen über das Programm

 06.05.2026

Bildung

Israelische Hochschulen unter den weltweit besten Gründer-Schmieden

Zwei Universitäten im jüdischen Staat schaffen es in die Top 10

 06.05.2026

Mount Asahi

Israelin stirbt bei Bergtour in Japan

Auf dem Mount Asahi wurden die sterblichen Überreste von Tevel Shabtai von einem israelischen Rettungsteam gefunden

 06.05.2026

Nahost

Rubio: »Die Operation Gewaltiger Zorn ist abgeschlossen«

»Jetzt widmen wir uns dem Projekt Freiheit«, betont der amerikanische Außenminister

 05.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Berlin

Deutschland und Israel demonstrieren Einigkeit in Iran-Frage

Die Außenminister Deutschlands und Israels zeigen einen engen Schulterschluss gegen den Iran - reden aber auch kritisch miteinander

von Ulrich Steinkohl  05.05.2026