EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Jeeps der israelischen Armee auf dem Weg in den Gaza-Streifen (Archivbild) Foto: picture alliance / newscom

IDF und israelische Sicherheitsbehörden haben am Wochenende nach eigenen Angaben Infrastruktur der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen zerstört. Darunter befänden sich Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Beobachtungs- und Kommandozentrale.

Den Angaben zufolge wurde eine Beobachtungs- und Kommandozentrale im Gebiet Daraj Tuffah zerstört, die von Hamas-Terroristen genutzt worden sei, um Aktivitäten gegen in diesem Gebiet operierenden IDF-Truppen durchzuführen. Außerdem seien eine Raketenabschussrampe im Gebiet Al-Furqan und drei Waffenlager in verschiedenen Gebieten des Gazastreifens unschädlich gemacht worden.

Zivilbevölkerung gewarnt

Die Hamas habe in diesen Einrichtungen Dutzende von Waffen verschiedener Art, darunter Raketen, Sprengsätze, Mörser, Kalaschnikow-Gewehre und weitere Kampfausrüstung gelagert. Armee und andere israelische Institutionen würden ihre Operationen fortsetzen, um die Fähigkeiten terroristischer Organisationen im Gazastreifen zu schwächen und jeden Versuch zu vereiteln, diese wiederherzustellen oder Waffen zu horten.

Vor den Angriffen seien Vorwarnungen an die Bevölkerung herausgegeben worden. Zudem seien Präzisionsmunition und Luftüberwachung zum Einsatz gekommen, um das Risiko von Zivilopfern zu minimieren. Ob es zu zivilen Opfern gekommen ist, ist unbekannt.

Katz droht dem Chef der Hamas

Unterdessen drohte Israels Verteidigungsminister Israel Katz dem Chef der islamistischen Terrororganisation Hamas, Chalil al-Haja, mit dem Tod. Katz erklärte auf der Plattform X, Israel habe die Hamas-Führer im Gazastreifen ausgeschaltet und al-Hajas Stunde werde kommen. Er werde zu »seinen Kameraden in die Tiefen der Hölle geschickt«.

In demselben Beitrag postete Katz ein Foto, das den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit al-Haja zeigt. Katz warf Erdogan vor, er rolle weiter den roten Teppich für die Mörder der Hamas aus und unterstütze deren terroristische Aktivitäten. #

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der 65 Jahre alte al-Haja führt die Hamas seit dem 20. Juli und hält sich überwiegend im Golfstaat Katar auf. Al-Hajas Vorgänger, Jihia al-Sinwar, wurde bei einer Militäroperation im Oktober 2024 im Gazastreifen getötet. Der Vorgänger von al-Sinwar, Ismail Hanija, wurde bei einem gezielten Angriff Ende 2024 in Teheran getötet. 

Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der Hauptstadt Doha anzugreifen – al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bislang bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha. ja/dpa

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026