Israel

Hisbollah feuert 50 Raketen auf Israel

Seit dem 7. Oktober gab es 2500 Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel. Foto: copyright (c) Flash90 2024

Während die internationalen Bemühungen auf Hochtouren laufen, um eine endgültige Eskalation in Nahost zu verhindern, hat die Hisbollah Nordisrael erneut mit Dutzenden Raketen beschossen.

Erstmals seien Katjuscha-Raketen auf die Ortschaft Beit Hillel abgefeuert worden, ließ die Hisbollah selbst wissen. Die Terrormiliz nannte es eine Reaktion auf israelischen Angriffe auf Dörfer wie Kafr Kila im Süden des Libanons. 

Großteil von Iron Dome abgefangen

Nach Angaben libanesischer Sicherheitsquellen wurden aus dem Südlibanon rund 50 Raketen auf Israels Norden. Laut israelischen Medien wurden ein Großteil davon durch das Abwehrsystem Iron Dome abgefangen.

Seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem daraus resultierenden Krieg in Gaza hat die Hisbollah rund 2500 Angriffe mit je bis zu 200 Raketen gegen Israel durchgeführt. Das berichtet die israelische sicherheitspolitische NGO Alma.

Lesen Sie auch

Die Lage im Nahen Osten hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Nach den gezielten Tötungen des Hisbollah-Kommandeurs Fuad Schukr und des Hamas-Politchefs Ismail Hanija kündigte der Iran und die vom Iran protegierte Hisbollah Vergeltung an. 

Unklar bleibt, wann der angedrohte Vergeltungsschlag erfolgen könnte. Israel kann mit der Unterstützung der USA und anderer Verbündeter rechnen, die dabei helfen werden, eine möglicherweise große Zahl von gleichzeitig abgefeuerten Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen mit modernen Abwehrsystemen abzufangen. Israel geht davon aus, dass die vom Iran und der Hisbollah angedrohten Attacken »an mehreren Fronten« erfolgen könnten.

Am Sonntag hat auch die Terrororganisation Hamas weiter Raketen auf Israel gefeuert. Am Samstag waren es mindestens 19, am Sonntag lösten mindestens fünf Geschosse Brände in der Gegend um Ashdod aus. Verletzt wurde niemand. ja/dpa

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026

Reisen

(Fast) freie Startbahn für den Sommer

Mehr als 200.000 Flugtickets hätten storniert werden müssen, weil am Flughafen Ben Gurion noch immer amerikanische Militärflieger parken. Jetzt gibt es eine Einigung

von Sabine Brandes  29.06.2026

Nahost

Israel greift Ziele in Südsyrien an

Die Armee hat nach eigenen Angaben »mehrere bewaffnete Terroristen« getötet

 29.06.2026

Südlibanon

Israelische Armee zerstört massiven Hisbollah-Tunnel

Der 25 Meter tiefe und 200 Meter lange Tunnel soll nur 10 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gewesen sein

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026