Israel

Herzog hofft auf Waffenruhe

Präsident Isaac Herzog Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Nach dem Abzug der israelischen und amerikanischen Verhandlungsdelegationen von den indirekten Waffenruhe-Verhandlungen für den Gazastreifen hat Israels Präsident Isaac Herzog dennoch die Hoffnung geäußert, dass es noch zu einer Einigung kommt. Ein Waffenruhe-Deal würde auch die Freilassung der verbliebenen Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Hamas ermöglichen. »Ich bitte euch alle, zu beten, zu hoffen und den Entscheidungsträgern zuzurufen (...), weiter daran zu arbeiten, dass alle Geiseln, bis zur letzten von ihnen, nach Hause kommen«, zitierte ihn das öffentlich-rechtliche Kan-Radio. 

Im Gazastreifen befinden sich nach israelischen Angaben noch 50 Geiseln, von denen noch mindestens 20 am Leben sein sollen. Die Waffenruhe-Verhandlungen in der katarischen Hauptstadt Doha, bei denen die USA, Ägypten und Katar vermitteln, waren am Donnerstag an einen weiteren Totpunkt gelangt. 

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Nach israelischer und amerikanischer Darstellung hatte die Hamas mit überzogenen Forderungen die Verhandlungen zum Entgleisen gebracht. Die islamistische Organisation zeigte sich überrascht, weil sie nach eigenem Dafürhalten Israel zuletzt mit Zugeständnissen entgegengekommen sein will. 

Bislang hat niemand die Gespräche für abgebrochen erklärt. Die Delegationen der USA und Israels wurden zu Konsultationen in ihre jeweiligen Hauptstädte zurückberufen, hieß es. Zugleich ist aber auch nicht klar, ob und wann die Verhandlungen weitergehen. 

Auslöser des Gaza-Krieges war der beispiellose Überfall der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei waren mehr 1.200 Menschen getötet und 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. dpa/ja

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