Mainz

»Hersh Forever« - Werder-Fans gedenken ermordeter Geisel

Fans von Werder Bremen entrollten beim Spiel gegen Mainz ein Banner im Gedenken an Hersh Goldberg-Polin Foto: picture alliance / nordphoto GmbH

In Mainz kam es am Sonntag in der Bundesliga zu einer Begegnung des FSV Mainz mit Werder, die die Bremer mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Während des Spiels gedachten »Auswärtsfans« von Werder Hersh Goldberg-Polin, einer der Geiseln, die von den Terroristen der Hamas in Tunneln im Gazastreifen ermordet wurden.

»Hersh forever« stand auf einem riesigen Transparent, das Fans hochhielten. Das Gedenken an ihn bei diesem Anlass hängt damit zusammen, dass Hersh als Fußballfan indirekt mit Werder Bremen verbunden war.

Kurz nachdem die Nachricht seiner Ermordung am 1. September publik geworden war, hatte Werder dem amerikanischen Israeli gedacht, der nur 23 Jahre alt wurde. Der Werder-Fanclub Infamous Youth tut dies nun ebenfalls.

Lesen Sie auch

»Ultra durch und durch«

»Unser Freund Hersh, um den wir Monate lang gebangt haben und für dessen Rückkehr allen voran seine Familie und unsere Freund*innen aus Jerusalem unermüdlich gekämpft haben, wird nicht zurückkehren«, heißt es auf der Infamous Youth-Webseite. »Er hat über 300 Tage um sein Leben gekämpft, es wurde ihm brutal genommen.«

»Hersh, wir werden dich immer in unseren Herzen behalten als warmherzigen, fröhlichen Menschen, als Ultra durch und durch, als Freund, als einen von uns. Du bleibst für immer ein wichtiger Bestandteil der Freundschaft zwischen der Brigade Malcha und Infamous Youth und vielen anderen Menschen, die du zusammengebracht hast.«

Brigade Malcha ist der Ultra-Fanclub des Vereins Hapoel Jerusalem, dem Hersh Goldberg-Polin angehörte.

Zusammen mit seinen sterblichen Überresten wurden am 1. September die Leichen der Geiseln Ori Danino, Eden Yerushalmi, Almog Sarusi, Alexander Lobanov und Carmel Gat von den israelischen Streitkräften (IDF) geborgen. Weiterhin befinden sich 101 Geiseln in der Gewalt der Palästinenser. im

Beit Zazir

Herzog weist Trumps Angriffe zurück: Israels Souveränität »nicht zu verkaufen«

Der israelische Präsident spricht von einem »unverhohlenen Angriff auf die Symbole der Staatsführung« seines Landes

 13.03.2026

Alltag im Krieg

Mitgehört im Bunker ...

Schlaflos in Tel Aviv: Iranische Raketen halten in den Nächten die Israelis wach

von Sabine Brandes  13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: Kriegsziel ist Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme

An die Iraner gerichtet sagt der Ministerpräsident, Israel versuche, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen selbst gegen die Führung in Teheran vorgehen könnten

 13.03.2026

Jerusalem

Israel sieht erste Risse in iranischer Führung

Israels Außenminister: Es gibt bereits Anzeichen für Differenzen zwischen politischen Entscheidungsträgern und militärischen Verantwortlichen in Teheran

 13.03.2026

Nahost

Iranische Zivilisten schicken Israel Hinweise auf Regime-Ziele

Menschen im Iran informieren die israelischen Streitkräfte über Einrichtungen des Regimes. Die Angaben werden geprüft und führen dann zu Angriffen

 13.03.2026

Israel

Hamas-Terrorist misshandelt? Anklage gegen fünf Reservisten fallengelassen

Den fünf Männern wurde vorgeworfen, im berüchtigten Militärgefängnis Sde Teiman einen Terroristen so stark sexuell misshandelt zu haben, dass dieser ins Krankenhaus gebracht werden musste

 12.03.2026

Iran-Krieg

Israel ruft Bewohner des Südlibanons zur Flucht auf

Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah spitzt sich weiter zu: Die israelische Armee weitet ihren Evakuierungsaufruf für den Süden des Nachbarlandes aus

 12.03.2026