Jerusalem

»Ganz Israel trauert«

Israels Präsident Isaac Herzog Foto: Flash 90

Der Angriff auf eine Synagoge in Manchester mit zwei Toten sorgt in Israel für Entsetzen. »Ganz Israel trauert mit der jüdischen Gemeinde in Großbritannien nach dem barbarischen Terroranschlag«, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros. »Schwäche gegenüber Terrorismus führt nur zu mehr Terrorismus«, warnte er zugleich.

Auch Israels Außenminister Gideon Saar äußerte nach dem Anschlag Anteilnahme: »Ich stehe an der Seite der wunderbaren jüdischen Gemeinde Großbritanniens, die derzeit unter einer schrecklichen Welle des Antisemitismus leidet.«

Britische Behörden hätten dem nichts entgegengesetzt, kritisierte er zugleich. Israel erwarte von der Regierung »einen Kurswechsel« und »eine konsequente Bekämpfung der grassierenden antisemitischen und antiisraelischen Hetze in Großbritannien«.

Lesen Sie auch

Auch der israelische Staatspräsident Isaak Herzog sagte, in Großbritannien und weiteren Ländern hätten »Fälle von gewalttätigem Antisemitismus ein beispielloses Ausmaß erreicht«. Er legte einen Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg nahe - und betonte: »Die freie Welt kann und darf nicht zulassen, dass der Konflikt zu einem politischen Instrument gegen das jüdische Volk wird.« Den Opfern des »Terroranschlags auf die jüdische Gemeinde in Manchester« sprach er sein Beileid aus.

Bei dem Anschlag am Morgen des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur sind zwei Menschen getötet und mehrere schwer verletzt worden. Der Angreifer hatte vor der Synagoge ein Auto in mehrere Menschen gesteuert und dann mit einem Messer zugestochen.

Er soll zudem versucht haben, in das Gebäude zu gelangen. Er wurde von der Polizei erschossen. Die Ermittler stufen die Tat als terroristisch ein. Auch in Großbritannien hat die Tat großes Entsetzen ausgelöst. dpa

Dokumentation

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran im Wortlaut

Der saudische Sender »Al Arabiya English« hat ein Exemplar des Memorandum of Understanding zwischen Teheran und Washington veröffentlicht

 17.06.2026

Westjordanland

Smotrich will Hebron-Abkommen kündigen – Außenministerium widerspricht

Seit 1997 regelt die Vereinbarung die Teilung der Stadt. Jetzt will der Finanzminister daran rütteln.

von Sara Lemel  16.06.2026

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Diplomatie

Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem

Es handelt sich bereits um die achte diplomatische Vertretung, die in der israelischen Hauptstadt eröffnet wurde

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Nahost

Trotz des Iran-Abkommens: Hisbollah greift israelische Soldaten an

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte feuerte die von Iran unterstützte Terrororganisation im Laufe des gestrigen Tages mehrere Geschosse auf IDF-Soldaten im Südlibanon

 16.06.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet«

»Wir wissen nicht, was in dem Abkommen steht«, sagt der israelische Ministerpräsident. Entscheidend sei, dass es von einer glaubwürdigen militärischen Drohkulisse begleitet werde

 16.06.2026

Karlsruhe

Bekennervideo aufgetaucht: Hamas plante konkreten Anschlag in Europa

Seit Herbst letzten Jahres hatte die Bundesanwaltschaft insgesamt neun Anhänger der Hamas festnehmen lassen

 16.06.2026

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026