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Fußball, Einschlag, Preise

Hapoel Jerusalems Cheftrainer Ziv Arie Foto: Flash 90

Fußball
Der Cheftrainer von Hapoel Jerusalem hat am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. Er forderte, den Beginn der nächsten Saison der Premier League zu verschieben, bis alle 59 von der Hamas festgehaltenen Geiseln freigelassen sind. Nach Hapoels 3:1-Sieg über Ironi Tiberias sagte Ziv Arie: »Es tut mir leid, dieses Interview wird etwas seltsam.« Nach jedem Spiel erwähne man die Geiseln, und rede anschließend über das Spiel. Diesmal fordere er: »Wir sollten trainieren, uns vorbereiten, im Toto Cup spielen und all das. Aber meiner Meinung nach sollte kein Ligaspiel mehr stattfinden, bis alle Geiseln zu Hause sind. Das ist meine Ansicht. Alles andere zählt nicht.« Hapoel Jerusalem war die Lieblingsmannschaft von Hersh Goldberg-Polin, einer israelisch-amerikanischen Geisel, die im August von der Hamas in Gaza ermordet wurde.

Einschlag
Die Huthi-Miliz im Jemen hat am Sonntag bei einem Raketenangriff auf Israel das Gebiet des Ben-Gurion-Flughafens getroffen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden acht Menschen leicht verletzt. Trotz mehrerer Versuche konnten die Abwehrsysteme die Rakete nicht stoppen. Unter anderem in Tel Aviv und Jerusalem schrillten die Sirenen. Mehrere Fluggesellschaften haben für die kommenden Tage den Flugverkehr nach Israel eingestellt. Als Reaktion hat Israels Armee am Montag Stellungen der Huthi-Terroristen im Jemen angegriffen, darunter den Hafen von Hudaida, wo immer wieder Waffen aus dem Iran ankommen. Etwa 20 Kampfjets seien im Einsatz gewesen. 50 Munitionsladungen seien abgeworfen worden. Israelische Medien berichten, dass die Operation in Abstimmung mit den USA erfolgt sei.

Preise
Drei der größten Lebensmittel- und Konsumgüterunternehmen haben Preiserhöhungen angekündigt. Der erste Konzern war Unilever, der den Einzelhandel über eine Preiserhöhung um durchschnittlich 3,5 Prozent informierte. Einige Produkte würden sogar neun Prozent mehr kosten. Nur Minuten später informierte die Strauss Group, dass Milchprodukte 1,5 Prozent teurer werden. Auch die Central Bottling Company (Coca-Cola Israel) verkündete eine durchschnittliche Preiserhöhung von 2,3 Prozent. Zuvor hatte bereits das größte Lebensmittelunternehmen des Landes, Tnuva, bekannt gegeben, dass alles teurer wird, preiskontrollierte Produkte um 1,4 Prozent, Butter um 4,5 Prozent. Importeur Diplomat kündigte den Einzelhändlern für einige Produkte sogar Preiserhöhungen von 14 bis 15 Prozent an.

Schutz
Die israelische Sängerin Yuval Raphael wird während ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) in Basel keinen zusätzlichen Personenschutz von der Polizei erhalten. Die israelische Delegation wird mit ihrem eigenen Sicherheitspersonal in die Schweiz reisen. ESC-Delegationen sind völkerrechtlich nicht geschützt, weshalb die Schweizer Sicherheitsbehörden keinen Anlass sehen, Yuval Raphael mehr zu schützen als andere Interpretinnen und Interpreten. Derweil rufen in den sozialen Medien Palästina-Aktivisten zu einer »Eskalation« am Tag des ESC-Finales am 17. Mai auf.

Kirche
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist die historische evangelische Kirche in Alonei Abba in Galiläa wiedereröffnet worden. Das Gebäude, 1916 im neugotischen Stil erbaut, dient als touristisches, kulturelles und soziales Zentrum. Die ursprünglich von Templern errichtete Kirche ist ein seltenes Zeugnis dieser Epoche in der Geschichte der Region. Sie wurde mit Steinen aus dem nahegelegenen Tzippori-Flüsschen erbaut und verbindet europäische Architektur mit einer dem lokalen Klima angepassten. Der Restaurierungsprozess umfasste den Austausch beschädigter Steine, die Wiederherstellung der ursprünglichen Fenster und Türen sowie die Rekonstruktion eines Wetterhahns.

Streik
Hunderte von Schulen und Kindergärten in ganz Israel blieben Anfang der Woche geschlossen. Wegen der überraschenden Ankündigung der Regierung, die Gehälter von Lehrkräften zu kürzen, streikten Tausende Lehrer. Seit Jahren herrscht akuter Pädagogenmangel im Land. Hauptgründe sind eine zu geringe Bezahlung und die häufig schlechten Arbeitsbedingungen an Schulen. Trotzdem kündigte die Regierung Ende vergangener Woche überraschend eine Gehaltskürzung von 3,3 Prozent an. Für besondere Empörung sorgte die Tatsache, dass Lehrkräfte an ultraorthodoxen Schulen davon nicht betroffen sind, wie Kanal 12 berichtete. Sie erhalten weiterhin ihr volles Gehalt.

Jerusalem

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Israel

Hohe Wahlbeteiligung und Streit um Stimmzettel

Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie seit rund 50 Jahren nicht mehr, gleichzeitig legt die Partei von Netanjahu-Herausforderer Gadi Eisenkot Beschwerde bei der Wahlaufsicht ein

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Gal Gadot erhält Ehrendoktorwürde

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