Tel Aviv

Flughafenchef: Die meisten Flüge gehen planmäßig

Passagiere warten an diesem Sonntag am Ben-Gurion-Flughafen. Foto: copyright (c) Flash90 2024

Ungeachtet der Raketenangriffe aus dem Libanon soll der Flugverkehr auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv wieder weitgehend planmäßig verlaufen. Flughafenchef Udi Bar Os sagte, von 360 internationalen Flügen mit mehr als 50.000 Passagieren sollten mehr als 85 Prozent stattfinden. Etwa die Hälfte davon seien Abflüge und die Hälfte Landungen.

Bar Os riet den Passagieren, sich über die Flugzeiten zu informieren.

Es könne allerdings zu Verzögerungen kommen, sagte der Flughafenchef. Etwa 50 Flüge seien wegen der Eskalation storniert worden. Er sprach von rund 20 internationalen Fluggesellschaften, die Israel weiter anfliegen, »und dies auch morgen und übermorgen«. Es sei ein »schwieriger Tag«, insgesamt sei die Lage jedoch unter Kontrolle. Einige Flüge seien auf den Ramon-Flughafen im Süden des Landes umgeleitet worden. Der Flugplan müsse angepasst werden. Bar Os riet den Passagieren, sich über die Flugzeiten zu informieren und mindestens drei Stunden vor dem Abflug am Flughafen zu sein. 

Die israelische Armee hatte am frühen Morgen nach eigenen Angaben größere Angriffspläne der libanesischen Terrorgruppe Hisbollah auf Ziele im Norden und Zentrum Israels identifiziert und vereitelt. An den israelischen Angriffen auf Abschussvorrichtungen im Süden des Libanon waren nach Militärangaben 100 Kampfjets beteiligt. Der Flughafen Ben Gurion hatte am frühen Morgen für rund zwei Stunden Flüge umgeleitet. Seit 7.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) lief der Betrieb wieder weitgehend planmäßig. dpa

Jerusalem

Großeltern umgebettet: Theodor Herzls letzter Wille ist erfüllt

Die Überreste von Schimon und Rikva Herzl, Vorfahren väterlicherseits des Zionismus-Begründers und prägende Gestalten in Theodor Herzls Jugend, wurden von Serbien nach Israel überführt und auf dem Herzlberg beigesetzt

 06.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Gesellschaft

Misstrauen vor der Wahl

72 Prozent der jüdischen Israelis fürchten, dass die Parlamentswahl im Oktober beeinträchtigt werden könnte

von Sabine Brandes  06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Wahlkampf

Who’s who in Jerusalem?

Israels Parteien buhlen nicht nur um potenzielle Wähler, sondern auch um mögliche Bündnisse

von Sabine Brandes  06.08.2026

Jerusalem

Ehemalige Likud-Politiker Erdan und Edelstein gründen neue Partei

Eine konservative Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen die Gründer bieten. Haben sie Chancen auf Erfolg?

 06.08.2026