Trauer

»Deutschland steht an Israels Seite«

»Die schrecklichen Attentate in Jerusalem erschüttern mich zutiefst«: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich nach den beiden palästinensischen Terroranschlägen in Israel entsetzt gezeigt. »Die Nachrichten über die schrecklichen Attentate in Jerusalem erschüttern mich zutiefst«, schrieb er auf Twitter. »Deutschland steht an Israels Seite.«

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Bundespräsident Steinmeier telefonierte heute mit dem israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog und drückte ihm seine tiefe Anteilnahme angesichts der terroristischen Gewalt in Jerusalem aus. 

»Der fürchterliche Terroranschlag auf eine Synagoge in Jerusalem mit sieben Toten erschüttert uns zutiefst. Ich verurteile die brutale terroristische Gewalt in aller Schärfe. Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und allen Trauernden in Israel«, so Steinmeier.

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Das Auswärtige Amt zeigte sich besorgt über eine mögliche weitere Eskalation. »Die Spirale der Gewalt, die in diesem Jahr bereits zu viele Opfer auf beiden Seiten gefordert hat, darf sich nicht weiterdrehen«, sagte eine Sprecherin am Samstag laut einer Mitteilung in Berlin.

»Mehr denn je bedarf es der Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen Israel und den palästinensischen Behörden, um dem Terror den Boden zu entziehen.«

Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, sprach von einem »bösen Terrorakt gegen Juden am Holocaust-Gedenktag. Mein Mitgefühl gilt den Familien der ermordeten Opfer, und ich bete für die Gesundheit der Verletzten«, schrieb er auf Twitter.

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Grünen-Chef Omid Nouripour reagierte ebenfalls betroffen. »Ein Terrorangriff in der Nähe einer Synagoge am Gedenktag des Holocaust ist an Grausamkeit nicht zu übertreffen«, erklärte er auf Twitter.

UKRAINE Auch international sorgten die Terroranschläge für Entsetzen - und Solidarität mit Israel. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte das »zynische Verbrechen« am Gedenktag für den Völkermord der Nazis an den Juden. Nach Angaben des 45-Jährigen ist auch eine ukrainische Frau unter den Opfern.

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Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilten ebenfalls den Anschlag. Selbst aus Saudi-Arabien, das mit Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, kam eine Reaktion: Das Land verurteile »jegliche Angriffe auf Zivilisten«.

Der einflussreiche Golfstaat warnte vor einer gefährlichen Eskalation der Lage. Auch der Oman lehnte in einer Erklärung »alle Formen von Gewalt und Terrorismus, die auf Zivilisten abzielen«, ab.

USA Die US-Regierung sei »schockiert und traurig« über den Verlust der Menschenleben, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. »Unsere Gedanken sind nach der Terrorattacke in Jerusalem bei den Menschen in Israel«, schrieb US-Außenminister Antony Blinken bei Twitter.

Viele Palästinenser reagierten mit Freudenfeiern auf den Terroranschlag.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Anschlag nach Angaben seines Sprechers scharf. Guterres sei »zutiefst besorgt über die derzeitige Eskalation der Gewalt in Israel und im besetzten Palästinensergebiet.«

FRANKREICH Der Angriff auf Zivilisten zur Zeit des Gebets und am Tag des internationalen Gedenkens an die Opfer des Holocaust sei besonders verabscheuungswürdig, teilte das französische Außenministerium mit.

Der britische Außenminister James Cleverly sagte Israel Beistand zu. »Am Holocaust-Gedenktag Gläubige vor einer Synagoge anzugreifen, und das während des Schabbat, ist furchtbar«, schrieb er am Freitagabend bei Twitter. »Wir stehen unseren israelischen Freunden bei.«

Viele Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland reagierten dagegen mit Freudenfeiern auf den Terroranschlag. Auch die libanesische Terrormiliz Hisbollah lobte den Angriff. Die eng mit dem Iran verbündete Organisation sieht in Israel einen Erzfeind. dpa/ja

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