Basketball
Israels Basketball-Nationalmannschaft könnte ihre Heimspiele im November wieder in Tel Aviv austragen. Der israelische Basketballverband hat bei der FIBA Europe offiziell beantragt, die Partien der kommenden Länderspielfenster nach Israel zu verlegen. Verbandschef Amos Frishman verwies in einem Schreiben an FIBA-Europe-Präsident Jorge Garbajosa auf die relative Ruhe in der Region. Israelischen Fans solle es wieder möglich sein, ihre Nationalmannschaft im eigenen Land zu unterstützen. Frishman lud FIBA-Vertreter zudem ein, Israel zu besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen.
Ärzte
Rund 1370 Ärzte haben Israel zwischen 2023 und 2025 für mindestens ein Jahr verlassen – fast doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum zehn Jahre zuvor. Besorgniserregend ist laut einer Studie der Universität Tel Aviv der Weggang erfahrener Mediziner: 281 der Abgewanderten waren mindestens 45 Jahre alt. Mit nahezu zehn Prozent war der Anteil bei Augen-, Haut- und HNO-Ärzten unter 60 Jahren besonders hoch, bei Chirurgen lag er bei 8,8 Prozent. 2023 und 2024 verlor Israel netto 509 Ärzte – fast fünfmal so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019. Die Forscher warnen daher vor einer Verschlechterung der Versorgung.
Straßenbahn
Jerusalem wird zur Stadt mit einem echten Straßenbahnnetz: Gerade wurde die neue Linie L3 eröffnet, die die Viertel Givat Mordechai, Gonenim und Malha mit wichtigen Arbeits-, Regierungs-, Bildungseinrichtungen, der Hebräischen Universität, dem Teddy-Stadion und der Malha Mall verbindet. Die L3 ist an zwei Stationen mit der bestehenden Roten Linie verbunden und ermöglicht das Umsteigen auf Bahn und Bus. Weitere Streckenabschnitte sollen bereits in den kommenden Monaten eröffnet werden.
Militärdienst
Der Oberste Gerichtshof hat eine umstrittene Regelung aus dem Juli aufgrund schwerer formaler Fehler für ungültig erklärt. Sie hatte es der Polizei und dem Militär (IDF) für einen Zeitraum von bis zu sieben Monaten faktisch untersagt, ultraorthodoxe Männer festzunehmen, die sich ihrer Einberufung entziehen. Die Regierung hatte das temporäre Festnahmeverbot im Eilverfahren beschlossen, nachdem zuvor ein Versuch gescheitert war, eine pauschale und dauerhafte Befreiung von Jeschiwa-Studenten vom Militärdienst gesetzlich zu verankern. Acht der neun Richter hatten die Maßnahme sogar als verfassungswidrig eingestuft, da sie den Gleichheitsgrundsatz verletze.
Kindernamen
Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat kurz nach dem Beginn des neuen Schuljahres aufgelistet, welche Namen die Erstklässler in Israels Hauptstadt tragen. Im allgemeinen Schulsystem steht bei den Jungen der Name Rafael an erster Stelle, bei den Mädchen Hillel. In den säkularen Schulen sind die zweithäufigsten Namen bei Mädchen Adelle, bei Jungen David. Im ultraorthodoxen Schulsystem hat bei den Jungen David weiterhin die Nase vorn, Mosche ist der zweithäufigste Name. Mädchen heißen hier meist Sarah, gefolgt von Tamar. In arabischen Schulen ist der beliebteste Mädchenname Shahm, danach folgt Miriam. Bei Jungen steht dort – wie in den vergangenen Jahren bereits – wieder Mohammed an der Spitze. Yusef ist der zweithäufigste Name.