Iran-Krieg

Angriff auf Residenz von Präsident Barsani im Nordirak

Irakische Kurden inspizieren Anfang März ein Haus in Erbil, das von einer iranischen Drohne getroffen wurde. Immer wieder attackiert der Iran im laufenden Krieg auch die Kurden. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist die Residenz des Präsidenten, Nechirvan Barsani, angegriffen worden. Barsani sagte dem kurdischen Medienportal »Rudaw«, der Angriff auf seine Residenz in der Stadt Duhok am Samstag stelle »eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak« dar.

Zur selben Zeit wurden in der Region Kurdistan laut »Rudaw« mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten »Stellvertretern der iranischen Terror-Milizen im Irak« dafür verantwortlich.

Barsani forderte laut »Rudaw« die irakische Regierung dazu auf, das Problem der illegalen, bewaffneten Gruppen »ernsthaft anzugehen«. Der irakische Ministerpräsident Mohammed al-Sudani ordnete die Einsetzung eines Komitees an, um den Vorfall zu untersuchen.

Macron verurteilt Angriff

Der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, sagte, die »verabscheuungswürdigen Terroranschläge« seien von den »Stellvertretern der iranischen Terror-Milizen im Irak« verübt worden. »Diese Handlungen des Irans und seiner Stellvertreter stellen einen direkten Angriff auf die Souveränität, Stabilität und Einheit des Irak dar.«

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte das Geschehen ebenfalls. Er sprach von einem »inakzeptablen Angriff« und von einer »zutiefst besorgniserregenden Entwicklung« im Iran. Es müsse alles unternommen werden, um zu verhindern, dass der Irak in die gegenwärtige Eskalation hineingezogen werde.

Lesen Sie auch

Mitte März wurde in der Kurdenregion im Irak ein dort stationierter französischer Soldat getötet. Die Nato hatte vergangene Woche wegen der angespannten Sicherheitslage das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. dpa

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Tel Aviv

Gemeinsames Seemanöver Deutschlands und Israels vor Haifa

Ein Schiff der Bundesmarine besucht Haifa, es folgt ein Manöver mit Israel. Die gemeinsame Seefahrt geschieht vor dem Hintergrund einer weiter angespannten Lage in der Region nach dem Iran-Krieg

 25.06.2026

Israel

Ex-Armeechef Eisenkot könnte Netanjahu ablösen

In Umfragen holt seine Partei Jaschar rasant auf und liegt auf dem zweiten Platz hinter Likud

von Sara Lemel  25.06.2026

Knesset

Wahltag mit Fragezeichen

Der 20. Oktober gilt als Favorit für Israels nächste Parlamentswahl. Doch Streit in der Koalition und offene Gesetzesvorhaben könnten den Zeitplan noch verändern

von Sabine Brandes  25.06.2026

Nachruf

Jom-Kippur-Veteran Simcha Applebaum gestorben

Der Holocaust-Überlebende, Reservisten-Oberst und Mitbegründer des Kibbuz Netzer Sereni wurde 99 Jahre alt

 25.06.2026

Humanitäre Hilfe

Wie Israel Venezuela in der Stunde der Not hilft

Die Hilfsorganisation IsraAID macht sich auf den Weg in das lateinamerikanische Land nach den zwei verheerenden Erdbeben vom Mittwochabend

von Sabine Brandes  25.06.2026

Gesellschaft

Erste Hilfe für Plüsch und Seele

Im Norden Israels wurden Kuscheltiere zu Patienten – und Kinder finden zwischen Unsicherheit und Alltag ein Stück Geborgenheit

von Sabine Brandes  25.06.2026

Wettbewerb

Borat und der König vom KitKat

Am Strand von Tel Aviv versammelten sich Doppelgänger des Schauspielers Sacha Baron Cohen

von Sabine Brandes  25.06.2026

Jerusalem

Katz: IDF bleibt im Südlibanon – auch bei möglichem Druck aus Washington

»Die IDF sind vorbereitet … und wir ziehen uns nicht zurück«, sagt der israelische Verteidigungsminister

 25.06.2026