Israel

Angela Merkel erhält Ehrendoktorwürde des Weizmann-Instituts

Altbundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Veranstaltung im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Das renommierte Weizmann-Institut in Israel hat die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Auf diese Weise würden »ihre beispiellosen Verdienste um die globale Diplomatie und internationale Partnerschaften« anerkannt, teilte das Institut am Abend mit. Grund für die Auszeichnung sei auch ihre »Solidarität und Freundschaft mit Israel« sowie »ihr entschlossener Kampf gegen Antisemitismus«, hieß es in der Mitteilung weiter.

Unter Merkels Führung habe Deutschland seine Beziehungen zu Israel deutlich vertieft und die Militärhilfe ausgeweitet. Die ehemalige Bundeskanzlerin habe zudem »eine Schlüsselrolle bei der wirtschaftlichen Stabilisierung während der Eurokrise« gespielt, lobte das Institut.

Das Weizmann-Institut in Rechovot südlich von Tel Aviv zählt zu den besten naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten der Welt. Beim Abschiedsbesuch Merkels in Israel als Kanzlerin 2021 hatte es ein Stipendium nach ihr benannt. Von Merkel stammt der Satz, dass Israels Sicherheit deutsche Staatsräson ist.

Während des jüngsten Kriegs zwischen Israel und dem Iran im Juni wurde das Weizmann-Institut von zwei iranischen Raketen getroffen. Die Geschosse richteten dort schwere Schäden an. Insgesamt 112 Gebäude waren auf dem Campus nach Angaben des Instituts betroffen, darunter 65 Forschungsgebäude. Wichtige Forschungseinrichtungen wurden dabei zerstört und die Ergebnisse jahrzehntelanger wissenschaftlicher Arbeit vernichtet. Der Schaden wird den Angaben zufolge auf umgerechnet rund 530 Millionen Euro geschätzt.

Lesen Sie auch

Treffen mit Netanjahu nicht geplant

Welche Termine Merkel in Israel sonst noch wahrnimmt, ist bisher nicht bekannt. Ihre Sprecherin teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur aber mit, dass ein Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht geplant sei. Während eines Aufenthalts in Ungarn hatte die frühere CDU-Chefin kürzlich überraschend Ministerpräsident Viktor Orban getroffen. 

Wegen der Israel-Reise hat Merkel ihre Teilnahme an der Feier zum 70. Geburtstag für Kanzler Friedrich Merz am Dienstag abgesagt.

Nahost

Israels digitale Front gegen Teheran

Hunderte Cyberattacken wurden in zwölf Monaten abgewehrt. Behörden sprechen von einer »ausgedehnten iranischen Kampagne«

von Sabine Brandes  12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Gaza

Sicherheitsstillstand

Die Terrororganisation Hamas macht auch in der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens klar, dass sie einer Entmilitarisierung nicht zustimmen wird

von Sabine Brandes  12.02.2026

Nachrichten

Botschafter, Kontrolle, Künstliche Intelligenz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  12.02.2026

Meinung

Wiesbaden: Wie man dem Antisemitismus und dem Islamismus eine Bühne bietet

Im Haus der Vereine durfte die Jugendgruppe »Salehin« auftreten. Offiziell ging es um eine »kulturelle religiöse Jugendveranstaltung«. Doch tatsächlich wurde dort Propaganda für das Mullah-Regime gemacht

von Daniel Neumann  12.02.2026

Gesellschaft

Gewalt in arabischen Gemeinden eskaliert: Fünf Tote in zwölf Stunden

Die Gewalt in arabischen Gemeinden Israels eskaliert. Der Polizeichef spricht von einem »nationalem Ausnahmezustand«

von Sabine Brandes  12.02.2026

Gaza

Israel meldet Tötung eines Terror-Drahtziehers

Basel Himouni, ein Hamas-Terrorist aus Hebron, hatte einen Anschlag auf Busse in Beerscheba im Jahr 2004 organisiert. Damals wurden 16 Israelisch ermordet und über 100 Menschen verletzt

 12.02.2026

Melbourne

Herzog warnt vor Judenhass in Australien

Der Staatsbesuch des israelischen Präsidenten löste Proteste im Land aus. Herzog sagte, er habe eine Botschaft des guten Willens nach Australien gebracht und hoffe auf eine Entspannung der Lage

 12.02.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump beharrt auf Deal, Netanjahu betont Sicherheitsinteressen

Beim Treffen zwischen dem US-Präsidenten und dem israelischen Ministerpräsidenten ging es um die Verhandlungen mit dem Regime im Iran, aber auch um die Lage im Gazastreifen

 11.02.2026