Frankreich

Aktivisten verlangen Ausschluss von israelischem Team

Im Mittelpunkt der Proteste stehen die Fahrer des israelischen Teams Israel-Premier Tech Foto: IMAGO/Photo News

Am Rande der Tour de France ist es erneut zu Protesten gegen den Krieg in Gaza und insbesondere gegen »Israel-Premier Tech«, den Rennstall des kanadisch-israelischen Unternehmers Sylvan Adams, gekommen.

Dutzende Aktivisten schwenkten Fahnen, entrollten Transparente und riefen »Free Palestine«, als das Hauptfeld der Radfahrer durch den Ort Dieulefit im Südosten Frankreichs fuhr.

Laut Nachrichtenagentur »Reuters« rief ein Mann mit einem Megafon auf Französisch »Sylvan Adams, Sprecher einer Völkermordarmee« und »Israel-Premier Tech, raus aus allem!«. Er forderte so den Ausschluss von Israel-Premier Tech aus dem Wettbewerb.

Das Team steht während der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt, die am Sonntag in Paris zu Ende geht, unter besonderer Bewachung der französischen Polizei.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vergangene Woche hatte in Toulouse bereits ein Aktivist für Schlagzeilen gesorgt, weil er über eine Absperrung in der Nähe der Ziellinie gesprungen und auf die Rennfahrer zugerannt war. Nur wenige Meter vor der Ziellinie konnten Sicherheitsleute ihn stoppen und warfen ihn anschließend mit Gewalt über die Absperrung zurück in die Menge.

Auch bei der Tour de France 2024 war es zu Protesten und Sitzblockaden pro-palästinensischer Aktivisten gekommen. mth

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

 21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026