München

Projekt Erinnerung

Die Mitzwe Makers auf dem Friedhof Foto: Miryam Gümbel

Im vergangenen Winter haben junge engagierte Gemeindemitglieder den Verein »Mitzwe Makers« gegründet. Ziel der Initiative ist es, mit karitativen Projekten innerhalb der IKG Gutes zu tun und möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich ihnen anzuschließen. Die Mitzwe Makers sehen sich nicht als geschlossener Zirkel, im Gegenteil: Ihnen ist es wichtig, auch mit anderen Einrichtungen Kooperationen einzugehen. Tatkräftige Unterstützung erhält die Initiative zum Beispiel von erfahrenen Organisationen wie dem Frauenverein »Ruth«.

Richtig Hand legten die Mitzwe Makers jetzt an, als sie gemeinsam mit Rabbinern aus der Gemeinde und von Chabad Lubawitsch auf dem Friedhof an der Garchinger Straße verwaiste Gräber pflegten. Da es mehrere Grabstellen gibt, um die sich niemand von den Angehörigen mehr kümmern kann, war entsprechend viel zu tun. Ausgerüstet mit Schubkarre und Gartenwerkzeug machten sich die jungen Erwachsenen an die Arbeit.

Staunen Als Erstes schnitten die Mitzwe Makers den Wildwuchs zurück und legten so die Grabplatten wieder frei. Die jungen Leute staunten über kunstvolle Inschriften mit eingelegten Buchstaben, die nun unter dem Moos zu sehen waren. Die Idee des Vereins, das Gedächtnis an die Verstorbenen wieder wach werden zu lassen, wurde so in die Tat umgesetzt. Um weitere Grabplatten von Moos zu befreien, werden die Mitzwe Makers sich am Sonntag, 25. August, erneut auf dem Neuen Israelitischen Friedhof treffen – und hoffen dabei auch auf weitere freiwillige Helfer.

Darüber hinaus hat sich der Verein bereits ein weiteres Projekt vorgenommen: Er will Gemeindemitglieder, die gerne die Gräber ihrer Verwandten besuchen würden, dazu aber allein gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, zum Friedhof begleiten. Während der Feiertage im September bietet der Verein deshalb einen Fahrdienst an: Am 1. sowie am 8. September ist ein Shuttle zwischen Gemeinde und Friedhof geplant.

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026