Gelsenkirchen

Hakenkreuz und SS-Runen an der Synagoge

Das jüdische Gemeindezentrum in Gelsenkirchen: Auf dem Weg zur Synagoge wurden die Demonstranten gestoppt. Foto: Bettina Engel-Albustin / fotoagentur-ruhr

Nach Polizeiangaben haben am Sonntag Sicherheitskräfte ein Hakenkreuz und zwei SS-Runen an der Hausfassade der Synagoge in der Gelsenkirchener Georgstraße bemerkt. »Diese verfassungswidrigen Symbole waren offensichtlich durch Wischen in den sich auf der Hausfassade befindlichen Schmutz aufgezeichnet worden«, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Farbe sei nicht zum Einsatz gekommen. Der Staatsschutz habe noch am gleichen Tag die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nun Zeugen, die Angaben zu Tat und Tätern machen können.

SCHOCK »Wir sind sehr schockiert von dem Vorfall«, sagte die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Judith Neuwald-Tasbach, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Zumal das kein Einzelfall, sondern fast schon an der Tagesordnung ist.«

Die Jüdische Gemeinde sei regelmäßig Opfer von verbalen sowie zum Teil auch physischen Angriffen, betont Neuwald-Tasbach. Was die Gemeindechefin besonders umtreibt: In den allermeisten Fällen verlaufen die Ermittlungen ohne Erfolg. Die Täter können in der Regel nicht ermittelt werden.

Zuletzt hatte im Sommer dieses Jahres die Alarmanlage des Gemeindezentrums Alarm ausgelöst: Am helllichten Tag wurde damals die Polizei zur Synagoge gerufen, weil das Synagogenfenster durch einen Steinwurf stark beschädigt worden war. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren lieferte bislang keine Ergebnisse.  ja

 

 

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