Auszeichnung

Zivilcourage-Preis für »Hellersdorf hilft«

»Hellersdorf hilft« wurde Anfang Juni gegründet, um in dem Plattenbau-Bezirk eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen. Foto: dpa

Die Bürgerinitiative »Hellersdorf hilft« wird mit dem diesjährigen Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus ausgezeichnet. Der von der Jüdischen Gemeinde Berlin und dem Förderkreis »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« ausgelobte Preis wird am 29. Oktober bei einem Charity Dinner in der Bundeshauptstadt übergeben, teilte der Förderkreis am Donnerstag mit.

Begründung Die Aktionen der Bürgerinitiative erzielten bundesweites Aufsehen und ermutigten Menschen andernorts, rassistische Hetze gegen Asylunterkünfte im Keim zu ersticken und Menschen in Not zu helfen, heißt es zur Begründung. »Hellersdorf hilft« wurde Anfang Juni gegründet, um in dem Plattenbau-Bezirk eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen. Auslöser waren Aktionen von Neonazis, der NPD und anderen rechtsextremen Organisationen gegen die Eröffnung eines Asylbewerberheims in einer früheren Schule.

Zu dem Spenden-Dinner laden die Vorsitzende des Förderkreises, Lea Rosh, gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (beide CDU) ein. Die traditionelle Tischrede hält Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Der Erlös ist für einen »Raum der Namen« im Berliner Holocaust-Denkmal gedacht. Das Charity Dinner findet bereits zum achten Mal statt. epd

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026