Auszeichnung

Zivilcourage-Preis für »Hellersdorf hilft«

»Hellersdorf hilft« wurde Anfang Juni gegründet, um in dem Plattenbau-Bezirk eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen. Foto: dpa

Die Bürgerinitiative »Hellersdorf hilft« wird mit dem diesjährigen Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus ausgezeichnet. Der von der Jüdischen Gemeinde Berlin und dem Förderkreis »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« ausgelobte Preis wird am 29. Oktober bei einem Charity Dinner in der Bundeshauptstadt übergeben, teilte der Förderkreis am Donnerstag mit.

Begründung Die Aktionen der Bürgerinitiative erzielten bundesweites Aufsehen und ermutigten Menschen andernorts, rassistische Hetze gegen Asylunterkünfte im Keim zu ersticken und Menschen in Not zu helfen, heißt es zur Begründung. »Hellersdorf hilft« wurde Anfang Juni gegründet, um in dem Plattenbau-Bezirk eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen. Auslöser waren Aktionen von Neonazis, der NPD und anderen rechtsextremen Organisationen gegen die Eröffnung eines Asylbewerberheims in einer früheren Schule.

Zu dem Spenden-Dinner laden die Vorsitzende des Förderkreises, Lea Rosh, gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (beide CDU) ein. Die traditionelle Tischrede hält Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Der Erlös ist für einen »Raum der Namen« im Berliner Holocaust-Denkmal gedacht. Das Charity Dinner findet bereits zum achten Mal statt. epd

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  20.09.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Damit die Namen bleiben

Jorge Steffen ist Germanist und engagiert sich für den Erhalt von Grabsteinen

von Gerhard Haase-Hindenberg  20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026

Kommentar

Die Schatten der Vergangenheit sind lang

Wie der Hessische Rundfunk über jüdische Grundstücke stolpert

von Daniel Neumann  18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 18.09.2026 Aktualisiert

Sukkot

Fast zu Hause

Unsere Autorin flüchtete mit ihren Kindern 2022 aus der Ukraine. In Rottweil begann die kleine Familie ein neues Leben. Zum Laubhüttenfest blickt die Manikeurin auf ihr Ankommen zurück

von Olga Nemchenko  17.09.2026

Jubiläum

Jüdischer Landesverband Sachsen feiert 100-jährige Geschichte

Rund 20.000 Jüdinnen und Juden haben vor dem Zweiten Weltkrieg in Sachsen gelebt. Bereits vor 100 Jahren wurde eine jüdische Interessenvertretung gegründet

 16.09.2026